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München, 29. Juli 2010

Pressemitteilung Nr. 287/10

Sperrfrist: 18.30 Uhr
Herrmann würdigt ehrenamtliches Engagement der
Bayerischen Sicherheitswacht mit einem Empfang aller Mitglieder in München: "Deutliche Ausweitung auf bis zu 1.000 Ehrenamtliche in den nächsten zwei Jahren – Sicherheit braucht ständig neue Impulse"

"Bayern ist seit Jahren das sicherste Bundesland. Diese Spitzenstellung ist kein Selbstläufer, es kommt vielmehr darauf an, die Sicherheit immer wieder durch neue Impulse zu unterstützen. Deshalb werden wir die seit mehr als 15 Jahre bewährte und sehr erfolgreiche bayerische Sicherheitswacht in den nächsten zwei Jahren auf bis zu 1.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer ausbauen", sagte Herrmann bei einem Empfang für alle 547 Mitglieder der bayerischen Sicherheitswacht aus 63 Städten und Gemeinden heute in München. Herrmann betonte: "Sicherheit in Bayern ist ein soziales Grundrecht, ohne das wir alle nicht in Frieden und Freiheit leben können. Die öffentliche Sicherheit und Ordnung ist Kernaufgabe der bayerischen Polizei. Wir brauchen aber auch die Mitverantwortung, das Engagement und die Hilfe unserer Bürger wie sie die Damen und Herren der Sicherheitswacht so vorbildlich erbringen".
Die Sicherheitswacht in Bayern wurde 1994 in drei Städten als Modellprojekt eingeführt und seit 1998 landesweit ausgedehnt. Der Ministerrat hat am 16. Juni dieses Jahres einer Erweiterung auf rund 1.000 Sicherheitswächter in Bayern zugestimmt. Mit dem Beschluss ist es nun auch möglich, eine Sicherheitswacht in Gemeinden unter 20.000 Einwohnern einzurichten. Dadurch könne man sich noch flexibler als bisher auf jeweilige örtliche Verhältnisse einstellen. Herrmann: "Gerade erst habe ich zugestimmt, dass vier neue Städte und Gemeinden in die bayerische Sicherheitswachtfamilie aufgenommen werden. Zukünftig werden wir auch in Penzberg, Schongau, Burghausen und im schwäbischen Krumbach insgesamt 30 zusätzliche Sicherheitswächter im Einsatz haben". Die Neuregelung beinhalte auch, die bisher einzigen kommunalen Sicherheitswachten Bayerns in Senden und Vöhringen in staatliche Trägerschaft zu überführen. Damit übernehme der Freistaat auch sämtliche Aufwendungen, erläuterte der Minister.

Das Miteinander der Profis von der Polizei und den Ehrenamtlichen, in ihrer Freizeit aktiven bayerischen Sicherheitswächtern habe das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zusätzlich gestärkt. Herrmann: "Die Sicherheitswacht genießt in der Bevölkerung hohe Anerkennung. Ihre Präsenz in der Öffentlichkeit wird sehr geschätzt und stärkt die innere Sicherheit in Bayern. Dadurch verbessert sich das eminent wichtige Sicherheitsgefühl unserer Bürgerinnen und Bürger. Gerade das liegt mir als Bayerischer Innenminister besonders am Herzen, denn wer fürchtet Opfer einer Straftat zu werden, igelt sich ein und geht nicht mehr auf die Straße," so Herrmann und dankte den Gästen. "Für ihr enormes Engagement, ihren tagtäglichen Einsatz für ihre Mitmenschen und ihre gelebte Zivilcourage, die ein hervorragendes Beispiel für alle Bürger ist, sage ich Ihnen ein herzliches Vergelts Gott!"

Interessierte können sich bei ihrer Polizeidienststelle oder bei den zehn Polizeipräsidien über die Sicherheitswacht informieren. Nach erfolgter Personalauswahl folgt eine 40stündige Ausbildung durch die Polizei, bevor der eigentliche Einsatz bei einer Polizeiinspektion beginnt. Im Durchschnitt leisten die ehrenamtlichen Helfer monatlich 10 – 15 Stunden Dienst und sind insbesondere in öffentlichen Parks, großen Einkaufs- und Freizeitzentren und Tiefgaragen aktiv. Nähere Informationen zur Sicherheitswacht, zum Anforderungsprofil und zum Tätigkeitsspektrum finden Sie auch im Internet unter http://www.polizei.bayern.de/wir/sicherheitswacht/index.html .

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