München, 12. September 2010
Pressemitteilung Nr. 338/10
2009 über 35 Tonnen Weltkriegsmunition
aufgefunden - Innenminister Joachim Herrmann: "Hände weg von Munitionsfunden aus dem Zweiten Weltkrieg – Entsorgung ist Sache des
Kampfmittelbeseitigungsdienstes"
Bombenblindgänger oder andere Fundmunition aus dem Zweiten Weltkrieg sind immer noch eine große Gefahrenquelle. In Bayern wurden im vergangenen Jahr über 35 Tonnen Weltkriegsmunition aufgefunden. Innenminister Joachim Herrmann: "Ich warne davor, beim Fund von Munitionsgegenständen Eigeninitiative oder gar eine lebensgefährliche Sammelleidenschaft zu entwickeln. Explosive Hinterlassenschaften des Krieges müssen umgehend der Polizei gemeldet werden. Die Entsorgung ist Aufgabe der Profis und Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, denen ich für ihr engagiertes und fachkundiges Handeln danke. Für alle anderen gilt: Hände weg!"
Bombenblindgänger werden meist im Zusammenhang mit Bauarbeiten entdeckt. In Innenstadtgebieten seien dann häufig umfangreiche Sicherungs- und Evakuierungsmaßnahmen erforderlich, gegebenenfalls müsse auch der Bahn- und Straßenverkehr unterbrochen werden. Im Vordergrund steht stets die Sicherheit der Bevölkerung. Im letzten Jahr wurden unter anderem 75 Spreng- und Splitterbomben mit zusammen rund zwei Tonnen Explosivstoff gefunden und vor Ort unschädlich gemacht. Für den Kampfmittelbeseitigungsdienst, der 2009 etwa 800 Fundmeldungen verschiedenster Art nachgegangen ist, stellt der Freistaat jährlich 700.000 Euro zur Verfügung.
Einschlägige Hinweise, Informationen und Verhaltensregeln zu den Gefahren durch Weltkriegsmunition enthält insbesondere die Bekanntmachung ''Abwehr von Gefahren durch Kampfmittel'', die über folgende Internetseite des Innenministeriums aufgerufen werden kann:
http://www.stmi.bayern.de/sicherheit/innere/sicherleben/detail/09064/