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München, 02. November 2010

Pressemitteilung Nr. 400/10

Innenminister Joachim Herrmann: "Aktion ''Sicher und fair im Straßenverkehr'' wirkt – erneut deutlicher Rückgang der Personenschäden bei Verkehrsunfällen"

"Unser engagiertes bayerisches Verkehrssicherheitsprogramm ''Sicher und fair im Straßenverkehr'' ist erfolgreich. Die Zahl der verletzten und getöteten Personen im Straßenverkehr in Bayern ist in den ersten neun Monaten des Jahres 2010 erneut deutlich zurückgegangen", kommentierte Innenminister Joachim Herrmann heute in München die vorläufige Verkehrsunfallbilanz. Von Januar bis September dieses Jahres sind auf Bayerns Straßen 504 Menschen ums Leben gekommen (2009: 576), 49.906 Personen wurden verletzt (2009: 53.545). "Im Vergleich zum Vorjahr sind dies über 12 Prozent weniger Getötete und knapp sieben Prozent weniger Verletzte. Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung und eine Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind", betonte Herrmann. "Wir werden zusammen mit unseren zahlreichen Partnern alles dafür tun, dass sich dieser positive Trend weiter fortsetzt und uns mit dem Erreichten nicht zufriedengeben."
Erfreut zeigte sich Herrmann über den Rückgang der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinwirkung um rund zehn Prozent. Alkohol am Steuer ist eine der Hauptunfallursachen bei schweren Verkehrsunfällen.

Die Beteiligung ''junger Erwachsener'' (18 – 24jährige) an Verkehrsunfällen, als eine der Hauptrisikogruppen im Straßenverkehr, ging mit 1,8 Prozent geringfügig zurück. Die ''Senioren'' (65 Jahre und älter) waren um mehr als vier Prozent weniger an Unfällen beteiligt. Bei Verkehrsunfällen unter Beteiligung ''junger Erwachsener'' wurden aber immer noch 157 Personen getötet und 17.500 verletzt, bei Verkehrsunfällen unter Beteiligung von ''Senioren'' gab es 140 Getötete und circa 9.800 Verletzte.

Mit 436 Schulwegunfällen ereigneten sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2010 exakt so viele Unfälle wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dabei verletzten sich weniger Schüler (465; ein Minus von annähernd 18 Prozent). Leider wurde bei einem Schulwegunfall aber auch ein Kind getötet.

Auffälligkeiten zeigen sich mit einem Plus von 5,1 Prozent auf ca. 14.100 Unfälle insbesondere beim Schwerverkehr. Dabei wurden 137 Personen getötet und 5.013 verletzt. Die durch den Schwerverkehr verursachten Verkehrsunfälle auf Autobahnen stiegen mit mehr als 20 Prozent besonders deutlich an. Herrmann: "Wir werden diese Entwicklung nicht hinnehmen und sowohl unsere vorbeugenden Maßnahmen ausbauen als auch die technische Verkehrsüberwachung gerade im Bezug auf den Schwerverkehr verstärken. Ich sage ganz klar: Trotz aller erfreulichen Erfolge ist jeder Verkehrstote ein Toter zuviel"!

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