Drogen- und Suchtpolitik
legale und illegale dorgen
Oberstes Ziel der bayerischen Drogen- und Suchtpolitik ist die dauerhafte Abstinenz von Drogen und ein selbstbestimmter, verantwortungsvoller Umgang mit legalen Suchtmitteln. Zu diesem Zweck sind alle beteiligten privaten und staatlichen Institutionen vielfach vernetzt und stimmen ihre Maßnahmen miteinander ab.
Bayern setzt bei seiner Drogen- und Suchtpolitik seit jeher auf das bewährte 3-Säulen-Konzept, bestehend aus
- Prävention
- Hilfe für die Betroffenen und
- Repression.
Selbstverständlich wird auch der Umgang mit legalen Suchtmitteln wie Alkohol und Nikotin verstärkt beobachtet. Denn bedauerlicherweise beginnen Jugendliche immer früher mit dem schädlichen Konsum insbesondere von Alkohol und Nikotin, obwohl auch diese Drogen erhebliche Schäden und Abhängigkeiten verursachen können.
Den illegalen Drogen kommt aber wegen des besonders hohen Suchtpotentials und wegen der gravierenden negativ persönlichkeitsverändernden Wirkung besondere Bedeutung zu. Bayern setzt hier Schwerpunkte bei der Prävention und bei der konsequenten Strafverfolgung durch Polizei und Justiz:
- Wir dulden keine offenen Drogenszenen, die den Zugang zu Drogen erleichtern und für die Bevölkerung eine unzumutbare Beeinträchtigung des Sicherheitsgefühls darstellen würden.
- Wir lehnen die Einrichtung von Drogenkonsumräumen ("Fixerstuben") ab, die eine Sogwirkung auf Drogendealer ausüben und die Lebensqualität für die Wohnbevölkerung im Umfeld erheblich mindern würde.
- Wir sind gegen jegliche Legalisierungsbestrebungen bei Cannabisprodukten (Haschisch, Marihuana). Beim Konsum im jugendlichen Alter oder bei einem intensiven Dauerkonsum drohen erhebliche Gefahren für die Gesundheit, insbesondere Schädigungen des Gehirns. Auch die Folgen einer psychischen Abhängigkeit dürfen nicht verharmlost werden.
- Wir verfolgen einen mehrdimensionalen Ansatz bei der Bekämpfung der Drogenkriminalität, indem wir zum einen massiv gegen kriminelle Organisationen des Drogenhandels vorgehen. Andererseits schreiten wir aber auch gegen Kleinhandel und dealende Konsumenten konsequent ein - mit dem Ziel, Handelsstrukturen aufzubrechen und gerade Jugendlichen den Einstieg zu erschweren.