


|
|
Jeder Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, in dessen Dienstbereich sich eine Rettungshubschrauberstation befindet, beauftragt einen geeigneten Unternehmer mit der Durchführung des Luftrettungsdienstes an diesem Rettungshubschrauberstandort.
Betreiber der RTH Christoph 1, 15, 18, 20, 32 und des ITH Christoph Murnau ist die ADAC-Luftrettung GmbH.
Die RTH Christoph 27 und Christoph 80 werden von der DRF Luftrettung betrieben.
Die ITH Christoph München, Nürnberg und Regensburg werden von der HDM Luftrettung, die zur DRF Luftrettung gehört, betrieben.
Die RTH Christoph 14 und 17 sind Zivilschutz-Hubschrauber des Bundes, für die die Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim die Piloten stellt und die Landesgeschäftsstelle des Bayerischen Roten Kreuzes die Aufgaben des Durchführenden nach dem Bayerischen Rettungsdienstgesetz wahrnimmt.
Alle RTH sowie der ITH Christoph Murnau sind regelmäßig in der Zeit von 7:00 Uhr bis Sonnenuntergang in Betrieb. Die ITH an den Standorten in München, Nürnberg und Regensburg werden im 24-Stunden-Betrieb vorgehalten. Die Rettungshubschrauber haben in der Notfallrettung einen regelmäßigen Einsatzradius von 60 Kilometern und werden unabhängig von den Grenzen der Rettungsdienstbereiche eingesetzt. Der Einsatzbereich der ITH für Patientenverlegung zwischen Kliniken erstreckt sich über ganz Bayern. Die RTH werden von der Integrierten Leitstelle, in deren Leitstellenbereich sich die Hubschrauberstation befindet, eingesetzt. Die ITH werden zentral von der Koordinierungsstelle für Intensivtransporthubschrauber (KITH) bei der Berufsfeuerwehr München disponiert. Jeder Rettungshubschrauber ist mit einem Notarzt und einem Rettungsassistenten besetzt. Die auf den ITH eingesetzten Notärzte und Rettungsassistenten verfügen über eine spezielle intensivmedizinische Qualifikation.
Luftrettungsmittel sind wegen ihrer Schnelligkeit und ihrer Möglichkeiten für einen schonenden Patiententransport eine wertvolle Unterstützung des Landrettungsdienstes. Bei Notfällen in schwer zugänglichen Gebieten wie Bergen und Gewässern ermöglichen sie eine rasche Rettung von Verunglückten aus der Luft durch Seilwinde oder Bergetau. Dabei arbeiten die Hubschrauberbesatzungen eng mit den Einsatzkräften der Bergwacht Bayern im Bayerischen Roten Kreuz, der Wasserwacht im Bayerischen Roten Kreuz und der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft zusammen.
|
|
Der öffentliche Luftrettungsdienst wird im Einzelfall durch Hubschrauber der Polizeihubschrauberstaffel Bayern, der Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim und des "Lufttransportgeschwaders 61 der Bundeswehr" unterstützt.
Um eine bestmögliche Versorgungsstruktur in Bayern zu sicherzustellen, hat das Bayerische Staatsministerium des Innern eine Bedarfsanalyse zur Luftrettung in Bayern durchgeführt. Ihre Ergebnisse wurden im November 2009 vorgelegt und können bei den Veröffentlichungen zum Rettungswesen/TRUST-Gutachten abgerufen werden. Aus den Empfehlungen der Bedarfsanalyse resultiert die Errichtung der 13. bayerischen Rettungshubschrauberstation am Flugplatz Latsch bei Weiden i. d. OPf. sowie einer weiteren Rettungshubschrauberstation in Schwaben. Am 01.04.2011 hat das Bayerische Staatsministerium des Innern das Klinikum Augsburg als RTH-Standort festgelegt. Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Augsburg wählt derzeit einen geeigneten Unternehmer für die Durchführung des Luftrettungsdienstes an der 14. bayerischen Rettungshubschrauberstation aus.
Das Bayerische Staatsministerium des Innern hat zudem zusammen mit dem Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Regensburg eine Studie zur Luftrettung in der Nacht im Einsatzbereich des ITH Christoph Regensburg durchführen lassen.