Studie "Projekt LUNA" - Luftrettung in der Nacht
Das Bayerische Staatsministerium des Innern hat zusammen mit dem Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Regensburg im Jahr 2000 das Kinikum der Universität Regensburg mit einer Studie zur Luftrettung in der Nacht im Einsatzbereich des nach dem sog. dual-use-Prinzip betriebenen Rettungshubschraubers "Christoph Regensburg" beauftragt.

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Auf der Grundlage einer über dreijährigen Datenerhebung wurden die Nachteinsätze des "Christoph Regensburg" im Raum Nord-/Ostbayern analysiert und bewertet. Gleichzeitig wurden für diesen Raum auch gleichwertige bodengebundene Transporte erfasst. Ziel war ein Vergleich, bei dem der medizinische Nutzen luftgestützter Transporte herausgearbeitet wurde. Hierzu wurden in einem definierten Beobachtungszeitraum alle Einsätze mit den Einschlusskriterien "Alarmierung im Intervall der fliegerischen Nacht", festgelegten Leitdiagnosen und mit den Zielkliniken Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg und Klinikum der Universität Regensburg sowohl bei Primäreinsätzen als auch bei Interhospitaltransporten erfasst. Ferner wurden definierte Verlegungsindikationen - einschließlich für einen frühestmöglichen Transport nach Primärversorgung im nächstgelegenen Krankenhaus - zur Evaluation und Optimierung eines Verlegungsalgorithmus untersucht.
Das Nachtflugaufkommen in der Region wird durch die Einschlusskriterien der Studie "Projekt LUNA" nicht vollständig dargestellt, so dass sich die Ergebnisse nicht verallgemeinernd auf das gesamte Nachtfluggeschehen übertragen lassen. Um den tatsächlichen Bedarf von nächtlichen Rettungshubschraubervorhaltungen zu erfassen, wurde daher im Rahmen einer Auswertung des Standorts "Christoph Regensburg" im Erfassungszeitraum der Studie "Projekt LUNA" der Anteil der durch die Studie erfassten Einsätze mit dem Gesamtnachtflugaufkommen des Standortes verglichen.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Einsatz von Rettungshubschraubern in der Nacht lebensrettende Bedeutung haben kann.