Fahrradfahrer
Radfahren ist gesund, umweltfreundlich und billig. Radfahren kann jedoch auch ziemlich gefährlich sein. Ein vergessener Radlhelm, ein defektes Licht oder eine kleine Unaufmerksamkeit können schlimme Folgen haben.
Jedes Jahr werden bei Verkehrsunfällen über 11.000 Fahrradfahrer verletzt und rund 70 sogar getötet.
Neben Fahrradhelm und heller Kleidung ist die technische Ausstattung ausgesprochen wichtig für Ihre eigene Sicherheit. Dies gilt insbesondere für die Beleuchtung. Kein Autofahrer kann Sie bei Dunkelheit auf der Landstraße erkennen, wenn Sie ihm ohne Licht auf dem Fahrrad entgegenkommen! Gerade Jugendliche sind hier oft extrem nachlässig und fahrlässig.
Aber auch der Umgang zwischen Autofahrern und Radlern ist entscheidend für die Verkehrssicherheit. Rechthaberei und gegenseitiges Beschimpfen nützen niemandem, gegenseitige Rücksichtnahme und ein freundliches Miteinander dagegen jedem.
Kinder auf dem Fahrrad
Auch wenn Kinder schon gut Fahrrad fahren können, sind sie oft durch das Verkehrsgeschehen überfordert und erkennen Gefahren nicht rechtzeitig. Kinder lernen durch Nachahmen. Seien Sie ihnen ein Vorbild und üben Sie richtiges Verhalten immer wieder.
- Kinder müssen bis zum vollendeten 8. Lebensjahr, also bis zum 9. Geburtstag, auf dem Gehweg fahren.
- Bis zum vollendeten 10. Lebensjahr, also bis zum 11. Geburtstag, dürfen sie auf dem Gehweg fahren.
- Üben Sie mit Ihrem Kind, dass es auf dem Gehweg Rücksicht auf andere nimmt.
- Kleiden Sie Ihre Kinder hell und auffällig. Dies gilt insbesondere bei Dämmerung und bei schlechtem Wetter.
- Ihr Kind soll nie ohne Helm fahren! Er schützt vor gefährlichen Kopfverletzungen. Seien Sie ihm auch darin ein Vorbild. Kaufen Sie einen Helm, der dem Kind gefällt und gut sitzt.
Könner auf dem Fahrrad
Radfahren ist gesund und hält fit. Viele Einkäufe und Erledigungen lassen sich bequem, umweltverträglich und billig mit dem Fahrrad bewerkstelligen. Gerade auf kurzen und mittleren Strecken bietet das Fahrrad deutliche Vorteile gegenüber dem Auto.
Bedenken Sie aber, dass Sie als Fahrradfahrer weniger geschützt sind als im Auto.
- Achten Sie deshalb auf eine gute Ausrüstung! Kleiden Sie sich hell und auffällig, insbesondere bei Dämmerung und bei schlechtem Wetter.
- Überqueren Sie die Fahrbahn möglichst nur an gesicherten Stellen, also an Ampeln, an Fußgängerüberwegen schiebend oder an Mittelinseln.
- Fahren Sie vorausschauend und kalkulieren Sie bekannte Risiken ein. Rechnen Sie an Kreuzungen und Einmündungen damit, nicht oder nicht rechtzeitig gesehen zu werden, z.B. von Lkw- und Busfahrern. Nehmen Sie Blickkontakt auf.
- Benutzen Sie immer die Radwege und Radfahrstreifen.
Radeln im Straßenverkehr
Das Straßenverkehrsrecht unterscheidet verschiedene Wegführungen für Radler:
Radwege
Radwege sind in der Regel baulich von der Fahrbahn getrennt. Die so ausgeschilderten Radwege müssen Sie als Radler benutzen. Diese Wege schützen Sie vor den Gefahren des Kraftfahrzeugverkehrs. Selbstverständlich dürfen und sollen Sie auch angelegte Radwege ohne eine solche Beschilderung nutzen.
Radfahrstreifen
Radfahrstreifen sind auch Radwege, die aber nur durch eine Markierung von der Fahrbahn optisch getrennt sind. Wenn dieser abgetrennte Streifen mit diesem Schild gekennzeichnet ist, müssen Sie ihn als Fahrradfahrer benutzen.
Radwegeführungen
Radwege werden häufig optisch ergänzt, z. B. durch eine Fahrbahnmarkierung über Kreuzungen und Einmündungen. Benutzen Sie diese Radwegeführungen. Sie sind wichtig für Ihre eigene Sicherheit!
Radeln in Einbahnstraßen
Radfahrer dürfen manche Straßen entgegen der Einbahnstraßenregelung befahren. Diese Stellen fordern von Radfahrern und Autofahrern gleichermaßen Vor- und Rücksicht.
Sie dürfen als Fahrradfahrer diese Straße in Gegenrichtung benutzen. Seien Sie aber vorsichtig und rücksichtsvoll, fahren Sie rechts!
Bedenken Sie als Autofahrer, dass hier mit entgegenkommenden Radfahrern zu rechnen ist. Seien Sie wachsam und reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit.
Richtige Beleuchtung des Fahrrads
Sie müssen sich immer bewusst machen: Bei einem Unfall haben Sie als Radfahrer weder Knautschzone, noch Sicherheitsgurt oder Airbag. Deshalb ist die richtige Beleuchtung lebenswichtig. Sie müssen gesehen werden und selbst "leuchten".
- Die meisten City- oder Tourenräder sind mit einer Lichtanlage ausgestattet.
- Kinderfahrräder haben serienmäßig oft keine ausreichende Beleuchtung. Zur Sicherheit Ihrer Familie: Lassen Sie Ihr Kind nur bei Tageslicht radeln.
- Schalten Sie Ihr Licht rechtzeitig an, spätestens wenn die ersten Autos mit Abblendlicht fahren.