Sport und Integration

Sport verbindet! Er führt Menschen jeglichen Alters, jeglicher Herkunft und jeglichen sozialen Milieus scheinbar mühelos zusammen. Darüber hinaus schafft er immer öfter einen gemeinsamen Erlebnisraum für Menschen mit und ohne Behinderung. Sportplätze und -hallen sind deshalb ein unverzichtbarer Ort der Begegnung, der Gemeinschaft und der Integration.

Dank der ungebrochenen Popularität und Bindung der Sportvereine fungiert der organisierte Sport als eine große gesellschaftliche Klammer in unserer zunehmend individualisierten Gesellschaft. Er prägt das gesellschaftliche Miteinander in den bayerischen Städten und erst recht auf dem Land.

Sport – Die größte Bürgerbewegung

Mit der demografischen Entwicklung in Deutschland ist eine wachsende Bedeutung der Menschen mit Migrationshintergrund verbunden. Angesichts dessen wird das große Integrationspotential des Sports weiter an Bedeutung gewinnen, denn: Als größte Bürgerbewegung Deutschlands erreicht der Sport weite Teile der Bevölkerung. Insgesamt sind rund 28 Millionen Mitglieder in einem der über 91.000 Sportvereine registriert. Das ist mehr als jeder dritte Einwohner Deutschlands. Zugleich engagieren sich im Sport 8,85 Millionen Menschen ehrenamtlich. Weitere 10 Millionen Menschen treiben Sport in nicht-organisierter Form.

Politik für Integration im Sport

Dieses Potential und die große integrative Kraft des Sports gilt es zu nutzen. Die Sportministerkonferenz (SMK) setzte sich mit Beschluss vom 4. November 2011 deshalb dafür ein, dass die gleichberechtigten Teilhabemöglichkeiten von Migranten und Migrantinnen in den Strukturen des organisierten Sports gefördert und die Migrantenvereine und -organisationen stärker in die Verantwortung genommen werden. Dies geschah hauptsächlich vor dem Hintergrund der Aufstellung des Nationalen Aktionsplans Integration.

Migranten als aktiver Teil der Gesellschaft

Es ist erklärtes Ziel der Integrationspolitik der Bundesländer, durch den Sport die Migrantinnen und Migranten zu einem aktiven Teil der Gesellschaft werden zu lassen - sofern sie es nicht ohnehin schon sind. Die Sportministerkonferenz empfiehlt dem organisierten Sport, verstärkt auf Menschen mit Migrationshintergrund zuzugehen. Er soll dazu motivieren, in Form einer aktiven Rolle in den Vereinen Verantwortung im Sport zu übernehmen und sie als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren gewinnen. Ziel ist die noch bessere Integration in den Sport und durch den Sport.

Im Mittelpunkt der Umsetzung der Integrationsmaßnahmen stehen die Sportvereine. Sie leisten die Hauptarbeit bei den Integrationsanstrengungen.

Weitere Informationen zu Integration durch Sport finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Landes-Sportverbandes.