Förderung von leistungssportlichen Trainingseinrichtungen

Der Freistaat Bayern fördert Investitionsmaßnahmen zur Schaffung leistungssportlicher Trainingseinrichtungen an Landesleistungszentren (LLZ), die vom Staatsministerium des Inneren, für Bau und Verkehr förmlich anerkannt wurden, sowie an Bundesstützpunkten (BSP) und Paralympischen Stützpunkten. Voraussetzung ist ein positives Votum des Landesleistungsausschuss des Bayerischen Landes-Sportverbandes. Die Förderung richtet sich ausschließlich an die bayerischen Sportfachverbände.

Die Sportfachverbände sollen durch diese Zuwendungen in die Lage versetzt werden, ihre Aufgabe der Förderung und Entwicklung von Nachwuchsathleten im Leistungssport unter angemessenen Rahmenbedingungen zu erfüllen.

Förderhöhe

Für Investitionsmaßnahmen an Landesleistungszentren kann eine Zuwendung von bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten gewährt werden, sofern es sich um in Bayern vom Deutschen Olympischen Sportbund beziehungsweise Deutschen Behinderten-Sportbund anerkannte Schwerpunktsportarten handelt. Das sind in der Regel die olympischen und paralympischen Sportarten. Maßnahmen an Bundesstützpunkten können mit bis zu 20 Prozent, bei entsprechendem Landesinteresse bis zu 40 Prozent, bezuschusst werden.

Für Landesleistungszentren in allen anderen Sportarten kann eine Förderung ausschließlich als Zuschuss zu einem Nutzungsentgelt für einen langfristigen Nutzungsvertrag erfolgen.

Investitionsförderung

Die Sportförderung des Freistaat Bayern sieht nur die Förderung von investiven Kosten für den Neubau sowie die Erweiterung oder Sanierung von Trainingseinrichtungen vor, nicht dagegen die Förderung von Kosten für den laufenden Betrieb und Unterhalt der Einrichtungen. Die investive Förderung richtet sich insbesondere auf die Errichtung von Spezialsportstätten, die für die Sportfachverbände im Rahmen vorhandener Sportinfrastruktur nicht oder nicht in ausreichendem Maße genutzt werden können. Dabei ist die für die leistungssportlichen und spitzensportlichen Strukturen zwingende Konzentration, die allein die notwendige Homogenität leistungsstarker Trainingsgruppen sicherstellen kann, ein entscheidendes Kriterium. Eine regionale oder gar flächendeckende Bereitstellung leistungssportlicher Trainingseinrichtungen ist daher aus fachlichen Gesichtspunkten ausgeschlossen.

Die Voraussetzungen der Förderung und die notwendigen Verfahrensregelungen sind in Abschnitt G der Sportförderrichtlinien enthalten.