Diese Seite speichert Informationen in sog. Cookies in Ihrem Browser. Mit der Nutzung erklären Sie sich damit einverstanden. Mehr Informationen und Widerruf

Förderung vereinseigener Sportstätten

Der Freistaat Bayern fördert die Errichtung und die Sanierung von Sportanlagen der Vereine, die die Fördervoraussetzungen der Sportförderrichtlinien erfüllen. Durch die Gewährung von Investitionszuwendungen sollen die Vereine in die Lage versetzt werden, ihre Sportstätten in eigener Initiative zu errichten und zu tragen. Es werden Neubauten, Umbauten und Erweiterungen von Sportstätten der Vereine, gegebenenfalls auch der Erwerb eines Objektes sowie Generalsinstandsetzungen gefördert. Voraussetzung ist, dass die Einrichtungen dem unmittelbaren Sportbetrieb ihrer Mitglieder dienen.

Der maximale Fördersatz beträgt dabei 30 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, davon bis zu 20 Prozent Zuschuss und bis zu 10 Prozent Darlehen. Bis zu einer Höhe von 150.000
Euro zuwendungsfähiger Kosten ist bei Verzicht auf die Darlehensförderung ein deutlich schnelleres und vereinfachtes Antrags- und Verwendungsnachweisverfahren vorgesehen.

Wesentliche Voraussetzung für eine Förderung ist der nachgewiesene Bedarf an den geplanten Sportstätten und die Nutzung entsprechend dem der Förderung zugrunde liegenden Zweck. Alle Vorhaben werden deshalb einer kriteriengeleiteten Prüfung unterzogen, die durch Gewichtung qualitativer Aspekte eine differenzierte Bewertung der Förderfähigkeit beantragter Maßnahmen erlaubt.

Die Zuständigkeit für dieses Förderprogramm wurde für die im Bayerischen Landes-Sportverband organisierten Sportvereine dem Bayerischen Landes-Sportverband e.V. (BLSV) übertragen. Anträge der Schützenvereine werden nach Antragstellung über den Bayerischen Sportschützenbund (BSSB) von der jeweiligen Regierung bearbeitet. Die Förderung des vereinseigenen Sportstättenbaus ist in Teil I Abschnitt C der Sportförderrichtlinien beschrieben.

Wichtige und unverzichtbare Fördervoraussetzung sind unter anderem die Trägerschaft des antragstellenden Vereins hinsichtlich aller beantragten Baumaßnahmen sowie grundsätzlich das Eigentum beziehungsweise ein Erbbaurecht an den Förderobjekten. Zwingend zu beachten ist das Vergaberecht. Die allgemein gültigen zuwendungsrechtlichen Bestimmungen wie zum Beispiel zur Genehmigung eines gegebenenfalls vorzeitigen Maßnahmebeginns, des Mindesteigenanteils von 10 Prozent sowie die Kriterien zur Feststellung der zuwendungsfähigen Kosten sind in den Sportförderrichtlinien konkretisiert.

Um Missverständnisse, die auch zum vollständigen Verlust der Förderfähigkeit führen können, bei der Planung und der Vorbereitung zu vermeiden, ist ein möglichst frühzeitiger Kontakt zum Referat Sportstättenbau des BLSV beziehungsweise zu der zuständigen Regierung zu empfehlen. Ebenso ist es ratsam jede Abweichung, Änderung oder Erweiterung von beantragten Maßnahmen vor und auch nach Festsetzung und Bewilligung der staatlichen Fördermittel mit der bewilligenden Stelle abzustimmen.

Selbstverständlich nutzen viele Vereine auch Sportstätten, die nicht in ihrem Eigentum stehen. Soweit für diese Sportstätten auch staatliche Fördergelder, zum Beispiel beim Bau von Schulsportstätten, geflossen sind, sollen sie nach Möglichkeit auch anderen Nutzergruppen zur Verfügung gestellt werden. Eine Empfehlung des Kultusministeriums hierzu ist in der  Bekanntmachung vom 4. September 1996 zur Mitbenutzung der Sportstätten bei Schulen durch außerschulische Nutzergruppen enthalten.