Diese Seite speichert Informationen in sog. Cookies in Ihrem Browser. Mit der Nutzung erklären Sie sich damit einverstanden. Mehr Informationen und Widerruf

Intelligente Verkehrssysteme im Auto © Andreas Haslbeck

Intelligente Verkehrssysteme im Auto

Intelligente Verkehrssysteme

Intelligente Verkehrssysteme sind hochentwickelte Anwendungen aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie im Verkehrsbereich. Diese tragen dazu bei, dass die gesamte Verkehrsinfrastruktur sicherer, effizienter und auf "klügere" Weise genutzt werden kann.

Hochentwickelte "Intelligente Verkehrssysteme" (IVS) sind heute fester Bestandteil einer modernen Verkehrsinfrastruktur. Im Fokus stehen intelligente Verkehrsinfrastruktur-, Informations- und Fahrzeugsysteme, die wesentlich dazu beitragen, dass der Verkehr sicherer, effizienter und umweltfreundlicher werden kann. Der Nutzen dieser Technologien hängt nicht zuletzt von der intelligenten Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsträger ab, so dass diese als Gesamtverkehrssystem optimal zur Verfügung stehen.

Aktionsplan der Europäischen Kommission

Der IVS-Aktionsplan der Europäischen Kommission vom 16. Dezember 2008 setzt sich zum Ziel, die Mobilität europaweit effizienter, sicherer und umweltverträglicher zu gestalten. Zur Umsetzung dieser Ziele hat die Europäischen Kommission die IVS-Richtlinie für die Einführung intelligenter Verkehrssysteme im Straßenverkehr und für deren Schnittstellen zu anderen Verkehrsträgern erlassen, die am 26. August 2010 in Kraft getreten ist. Damit sollen für den Nutzer die Dienste und die Anwendung der intelligenten Verkehrssysteme vereinheitlicht und deren Verwendung erleichtert werden.

Mit dem "Intelligenten Verkehrssysteme Gesetz" (IVSG) wurde die Richtlinie in nationales Recht umgesetzt. Das IVSG sieht vor, dass die deutschen Behörden bei der Einführung von Anwendungen und Diensten intelligenter Verkehrssysteme künftig die europäischen Vorgaben beachten.

Da in den einzelnen Ländern der Europäischen Union derzeit ein sehr unterschiedlicher Entwicklungsstand bei den intelligenten Verkehrssystemen vorliegt, gilt es den europäischen Prozess zur Vereinheitlichung der intelligenten Verkehrssysteme von deutscher Seite konstruktiv mit zu gestalten und vorhandenes Know-how einzubringen. Bayern hat sich deshalb von Anfang an am IVS-Beirat beteiligt, den das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit Vertretern aus Ländern, Kommunen, Industrie, Wissenschaft und Verbänden bereits 2009 gegründet hat.

Intelligente Verkehrssysteme auf Bayerns Straßen

Die Bayerische Straßenbauverwaltung kann auf Grund ihrer langjährigen Erfahrungen im Bereich von intelligenten Verkehrssystemen und insbesondere mit BayernInfo und den Forschungsprojekten im Straßenbau wie zum Beispiel Pilotprojekten zum LKW-Parkraummanagement ("LKW-Parkleitsystem auf der A 9 zwischen Nürnberg und München" und "Kompaktparken auf der A 3 bei Jura West"), die europäischen Ziele begleiten und durch Vorbildfunktion mit gestalten.

Elektronische Fahrgastinformation

Zu einem leistungsfähigen Verkehrsangebot gehört eine qualitativ hochwertige Fahrgastinformation. Der Freistaat hat deshalb bereits vor einigen Jahren entschieden, ein eigenes "durchgängiges elektronisches Fahrgastinformations- und Anschlusssicherungs-System" (DEFAS) aufzubauen. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) arbeitet im Auftrag des Bayerischen Verkehrsministeriums an der Realisierung.

Ziel ist eine hochwertige, flächendeckende Fahrgastinformation und Anschlusssicherung des öffentlichen Verkehrs auf Straße und Schiene. Besonderes Augenmerk legt die BEG dabei auf Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Ein solches System auf Basis von Echtzeitdaten für ein so großes Land wie Bayern flächendeckend einzuführen, ist eine große Herausforderung und in Deutschland bisher in dieser Dimension einmalig.