Technische Überwachung

Fahrzeuge müssen im laufenden Betrieb regelmäßig auf ihre Vorschriftsmäßigkeit überprüft werden. Dies erfolgt in der Regel durch die Hauptuntersuchung (HU) nach § 29 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), die landläufig als „TÜV“ bezeichnet wird.

Technische Überwachung und Aufsicht

Die „TÜV-Plakette“ wird nicht mehr allein durch die Technische Prüfstelle (in Bayern: TÜV Süd) zugeteilt, sondern auch durch eine ganze Reihe technischer Überwachungsorganisationen. Sie werden dabei hoheitlich tätig. Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr übt in beiden Fällen die Aufsicht aus. Außerdem erkennt es die Überwachungsorganisationen an.

Diese führen ebenso wie die Technischen Prüfstellen als beliehene Unternehmen Hauptuntersuchungen (HU), Abgasuntersuchungen (AU), Sicherheitsprüfungen (SP) sowie Änderungsabnahmen (§ 19 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 oder 4 StVZO) durch.

In der technischen Prüfstelle sind amtlich anerkannte Sachverständige für das Kraftfahrwesen tätig. Diese können sowohl Hauptuntersuchungen durchführen als auch Gutachten für die Erteilung einer Einzelbetriebserlaubnis nach § 13 EG-Fahrzeuggenehmigungs-Verordnung (EG-FGV) oder § 21 StVZO erstatten. Prüfingenieure einer Überwachungsorganisation sind nur dazu berechtigt, Hauptuntersuchungen, Abgasuntersuchungen und Änderungsabnahmen durchzuführen.

Das Ministerium erteilt die Zustimmung zur Betrauung der Prüfingenieure von Überwachungsorganisationen und erkennt die Kraftfahrsachverständigen an. Die erforderliche Prüfung für die Sachverständigen und Prüfingenieure wird ebenfalls vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr abgenommen.