150. Geburtstag der Befreiungshalle Kelheim

München, 18. Oktober 2013 (stmi). Heute feiert die Befreiungshalle Kelheim ihr 150-jähriges Bestehen: Am 18. Oktober 1863, dem 50. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig, wurde sie feierlich eingeweiht.

Befreiungshalle Kelheim
© Staatliches Bauamt Landshut

König Ludwig I. ließ die Gedenkstätte für die siegreichen Schlachten gegen Napoleon in den Befreiungskriegen von 1813 bis 1815 und als Mahnmal für die Einheit Deutschlands errichten. In seiner Festrede zum Jubiläum würdigte Innen- und Bauminister Joachim Herrmann das Wirken des Bayernkönigs: „König Ludwig I. verhalf Bayern mit seiner Bautätigkeit zu weltweitem Ansehen und formte Bayern zu dem Kulturstaat, wie wir ihn heute kennen und lieben.“

Die Befreiungshalle ist ein historisches und architektonisches Meisterwerk mit überregionaler Ausstrahlung. Friedrich Gärtner hatte das Bauwerk in Anlehnung an antike und christliche Zentralbauideen im Jahr 1842 begonnen. Fertig gestellt wurde es im Jahr 1863 nach geänderten Plänen von Leo von Klenze, dem großen Baumeister des 19. Jahrhunderts und dem ersten Leiter der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr.

Erhalt für Öffentlichkeit und Nachwelt

Auch heute noch wird das Bauwerk von der Bayerischen Staatsbauverwaltung betreut. Gemeinsam mit und im Auftrag der Bayerischen Schlösserverwaltung konnte das Staatliche Bauamt Landshut erst vor kurzem eine Dachsanierung und eine Natursteinsanierung im Dachbereich für rund 2,3 Millionen Euro erfolgreich abschließen. Darüber hinaus stellt die Schlösserverwaltung jährlich rund 50.000 Euro für den Erhalt und die Pflege des Baudenkmals zur Verfügung. Weitere Sanierungen an der Fassade sind geplant, um die Befreiungshalle für die Öffentlichkeit und die Nachwelt bestens zu erhalten.

Informationen für Besucher

Die Befreiungshalle ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Bayerns. Sie thront auf dem Michelsberg, hoch über der Stadt Kelheim. Seit 2007 ist sie auch für Rollstuhlfahrer zugänglich. Der historische Bau wurde über einen Außenaufzug für rund 230.000 Euro barrierefrei und ohne Eingriffe in die historische Bausubstanz erschlossen.

Im Jahr 2004 wurde ein neues Besucherzentrum errichtet. Dort befinden sich Museumsladen, Informations- und Ausstellungsbereiche sowie ein kleines Restaurant mit Freisitz. Von hier können die Besucher den einmaligen Blick auf die Befreiungshalle genießen und im Winter sogar bis ins Donautal schauen.

Alles Wissenswerte über Öffnungszeiten, Führungen und Eintrittspreise finden Sie auf der Internetseite der Bayerischen Schlösserverwaltung.