Radverkehr weiter fördern

22. März 2014 (stmi). Verkehrsminister Joachim Herrmann will den Radverkehr weiter fördern, das Angebot an Radwegen ausbauen, den Radverkehr besser mit anderen Verkehrsträgern verknüpfen und auch die Sicherheit des Radverkehrs verbessern.

Verkehrsminister Joachim Herrmann bei der Enthüllung einer Radwegebeschilderung in Nürnberg
© Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

In den Ausbau der Radwege in Bayern will Herrmann in den nächsten fünf Jahren weitere 200 Millionen Euro investieren. 8.000 Kilometer Radwege entlang der Bundes- und Staatsstraßen stehen derzeit zur Verfügung. Auch weiterhin soll das Radwegenetz ausgebaut werden, sowohl im Rahmen des Programmes zum 'Nachträglichen Anbau von Radwegen an Staatsstraßen' als auch über das Förderprogramm 'Staatsstraßen in gemeindlicher Sonderbaulast', in dem Städte und Gemeinden unterstützt werden, wenn sie Radwege an Staatsstraßen selbst bauen. Herrmann plant, das Programm für die kommenden Jahre fortzuschreiben. Dazu wird momentan eine Schwachstellenanalyse des Radwegenetzes durchgeführt.

Vernetzung mit anderen Verkehrsträgern

"Das Radfahren muss bequem in einer Wegekette nutz- und kombinierbar sein. Nur so können sich die Verkehrsteilnehmer für das jeweils beste Verkehrsmittel entscheiden", formulierte Hermann die Zielsetzung. Hier sind die Haltestellen des öffentlichen Verkehrs als Verknüpfungspunkte mit dem Radverkehr ein zentraler Ansatz. Für Bike & Ride Anlagen an Bahnhöfen können Gemeinden Zuschüsse erhalten. Je nach Qualität der errichtenden Abstellanlage sind Zuschüsse zwischen 300 und 800 Euro pro Abstellplatz möglich.

Verkehrssicherheit

Ein wichtiger Punkt bei der Radverkehrsplanung ist für Herrmann die Sicherheit der Radlerinnen und Radler: "Hier setzt unser Verkehrssicherheitsprogram 'Bayern mobil – sicher ans Ziel' deutliche Akzente. So verstärken wir etwa die Aufklärungsarbeit in Sachen 'Erkennbarkeit von Radfahrern' und 'Freiwilliges Tragen des Fahrradhelms'. Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass die Radwege noch sicherer werden.“

Großes Potenzial: In der Stadt aufs Rad umsteigen

Viele Innerortsfahrten sind kürzer als ein Kilometer, etwa die Hälfte der Pkw-Fahrten beträgt maximal fünf Kilometer. Gerade bei diesen Entfernungen ist das Fahrrad das schnellste, kostengünstigste, flexibelste und umweltfreundlichste Verkehrsmittel. Erfolgreiche Beispiele zeigen, dass sich vor allem in Städten bis zu 30 Prozent der Pkw-Fahrten auf den Radverkehr verlagern lassen.