Eck händigt Bundesverdienstkreuz aus

München, 3. Juli 2018 (stmi). Innenstaatssekretär Gerhard Eck hat in München das Bundesverdienstkreuz am Bande an Rudolf Gabert aus Penzberg und Altbürgermeister Otto Völk aus Diedorf ausgehändigt.

Bundesverdienstkreuz am Bande

Mit seinen Ordensverleihungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst. Der Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitaiven Bereich.

Rudolf Gabert

Staatssekretär Gerhard Eck mit Rudolf Gabert
© Christoph Schedensack

Rudolf Gabert aus Penzberg, Landkreis Weilheim-Schongau, setzt sich seit über 40 Jahren sowohl national als auch international ehrenamtlich für die Förderung der japanischen Kampfkünste ein. Besonders anerkennenswert ist sein Beitrag zur Förderung der Jugend und zur Völkerverständigung. Er wurde 1969 Mitglied der "Jiu Jitsu und Karate Schule Penzberg e. V." 1978 bis 1979 war er Assistenztrainer, von 1979 bis 1981 Übungs- und Gruppenleiter im Kinder- und Jugendtraining. Seit 1981 trainiert er Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Er zeichnet sich als "Motor" des Vereines aus, der sich zu einer festen Größe in Penzberg entwickelt hat. 2015 richtete die Jiu Jitsu und Karate Schule Penzberg anlässlich seines 40-jährigen Jubiläums den 14. Bundeslehrgang mit 219 Teilnehmern aus dem In- und Ausland aus. Japan leidet seit 2011 unter den Folgen der Überschwemmungen und der nuklearen Gefahr. Aus Verbundenheit zu diesem Land engagiert Gabert sich dafür, dass die Erlöse von Veranstaltungen und Seminaren der Stiftung Kinder-Krebshilfe zugutekommen. Von 1991 bis 1994 brachte er sich als Assistenz-Ausbilder bei Landes- und Bundeslehrgängen des "Deutschen Jiu-Jitsu Rings e. V." und des "Deutschen Dan-Träger und Budo-Lehrer Verbands e. V." ein. Von 1993 bis 2003 war er 1. Vorsitzender des "Idokan Europa e V." und aktuell gehört er als Technischer Direktor dem Vorstand an. Seit 1995 ist er Referent und Organisator nationaler Landes- und Bundeslehrgänge und internationaler Kampfkunstlehrgänge in Ländern wie beispielsweise Österreich, Spanien, Kanada und Australien. In seinen Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskursen, die er seit 1996 ehrenamtlich und ohne Vergütung anbietet, setzt er den Schwerpunkt insbesondere auf die Vermittlung gewaltfreier und deeskalierender Techniken. Seit dem Jahr 2000 ist er für den Ausbildungsbereich Medizin für Übungsleiter und Budolehrer im "Verband asiatischer Kampfkünste e. V." (VaK) zuständig. Hier übt er seit 2009 auch die Funktion des Landesrepräsentanten für ganz Bayern aus und ist ein kompetenter Ansprechpartner im gesamten Bundesgebiet. Seit 2011 ist er Vizepräsident des Verbands in Bayern und wurde 2017 für weitere vier Jahre wiedergewählt. Der VaK pflegt eine enge Beziehung nach Großbritannien und Frankreich. Diese internationale Vernetzung ist Gabert wichtig, damit Motto und geistiges Erbe der Kampfkunst weitergetragen werden. Dazu dienen auch die seit 2002 veranstalteten jährlich speziell auf Kinder und Jugendliche ausgerichteten Budo-Camps. Außerdem ist er Mitglied im japanischen "Dai Nippon Butoku Kai", welcher 1895 unter der Schirmherrschaft des japanischen Kaiserhauses gegründet wurde. Alljährlich werden Treffen in verschiedenen Ländern der Welt organisiert, bei denen der Aspekt der Völkerverständigung neben dem Austausch von Erfahrungen und Lehrinhalten im Budo-Bereich im Vordergrund steht. Im Bereich des Jiu Jitsu erhielt er im Jahr 2006 den 6. DAN sowie den Ehrentitel "Renshi", dies bedeutet "treuer Lehrer". Er gilt als hoch angesehene Fachkraft und ist eine Kapazität in Sachen Kampfkunst. Er trägt den höchsten Ehrentitel im Bereich der Budokünste.

Otto Völk

Staatssekretär Gerhard Eck mit Otto Völk
© Christoph Schedensack

Altbürgermeister Otto Völk aus Diedorf, Landkreis Augsburg, engagiert sich seit Jahrzehnten auf kommunaler, sozialer, kultureller und sportlicher Ebene in seiner Heimatgemeinde Diedorf. Als Beamter bei der Regierung von Schwaben beginnend, wechselte er 1978 zum Landratsamt Augsburg und war anschließend von 1990 bis 2014 hauptamtlicher Erster Bürgermeister der Marktgemeinde Diedorf. Zu deren positiver Entwicklung hat er auch als Vorsitzender des Schulverbandes Diedorf und als stellvertretender Vorsitzender des Abwasserzweckverbandes Schmuttertal beigetragen. Seit 2008 ist er Mitglied des Kreistags Augsburg und von 1998 bis 2003 war er Mitglied des Bezirkstags Schwaben. Mit großer politischer Weitsicht verfolgte er den Ausbau der örtlichen Infrastruktur, so dass sich Diedorf zu einem beliebten Wohn- und Wirtschaftsstandort im Landkreis entwickeln konnte. Herausragende Projekte waren der Bau des modernen Schmuttertal-Gymnasiums durch den Landkreis Augsburg in Diedorf, der Ausbau des S-Bahn-ähnlichen Schienenverkehrs nach München und die Markterhebung Diedorfs 1996. Außerdem setzte Völk sich für die Ansiedlung und den Neubau des "Europäischen Kinder- und Jugendtheaters EUKITEA" und für die Errichtung einer Kinder- und Jugendkunstschule ein. Auch sein Engagement für die Seniorenbetreuung am Ort sticht heraus. So zählt er zu den "Gründervätern" des Fördervereins Seniorenzentrum Diedorf e. V., der 1993 seine Arbeit aufnahm und dessen 1. Vorsitzender er bis 2015 war. Seither ist er als Beirat tätig. Mit dem Bau des Seniorenzentrums Diedorf 1999 konnten insgesamt 127 Wohneinheiten, Kurzzeit- und Tagespflege, drei Gesundheitseinrichtungen und ein Restaurant geschaffen werden. Dieses Konzept der Seniorenbetreuung, an dem er maßgeblichen Anteil hat, ist ein Leuchtturmprojekt im Landkreis Augsburg und über seine Grenzen hinaus. Seiner Initiative ist es auch zu verdanken, dass sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Seniorenzentrum das Alten- und Pflegeheim "Kursana Domizil Haus Vinzenz" mit mehr als 100 Betreuungsplätzen niedergelassen hat. Völk engagierte sich zudem viele Jahre beim Bayerischen Landes-Sportverband e. V. (BLSV). So war er von 1986 bis 2004 sowohl im Sportkreis Augsburg Land wie auch auf Bezirksebene in den verschiedensten Funktionen tätig. Er ist außerdem der "Vater" des Augsburger Landkreislaufes, den er bereits 1982 ins Leben gerufen hat und der sich auch heute noch größter Beliebtheit erfreut. Zu seinem Wirken zählt ferner sein Einsatz für die Volkshochschule Augsburger Land, zu deren stellvertretenden Vorsitzenden er 2009 gewählt wurde. Ab 1990 vertrat er bereits als Bürgermeister den Markt Diedorf in der Mitgliederversammlung und konnte so die Entwicklung der VHS aktiv verfolgen. Als Vermittler, Kommunikator und Ratgeber aller VHS-Gremien spielt er daher eine unverzichtbare Rolle im Landkreis Augsburg. Zu all dem ist noch ein weiteres Ehrenamt zu erwähnen: Seit 1991 gehört er dem Aufsichtsrat der Genossenschaft der VR-Bank Landkreis Augsburg an.