RAF-Terror: 34 Todesopfer und zahlreiche Verletzte
Herrmann mahnte, dass dieses dunkle, blutige Kapitel der deutschen Geschichte noch nicht fertig aufgearbeitet sei – weder durch die polizeilichen Ermittlungen noch durch eine historische Würdigung der Opfer durch einen Ort der Trauer und des Gedenkens. „Der Terror der RAF hat 34 Todesopfer gefordert, zahlreiche Verletzte waren für ihr Leben gezeichnet, Hinterbliebene trauern bis heute, oft nicht einmal wissend, wer genau diese kaltblütigen Verbrechen begangen hat. Denkt jemand heute noch an die getöteten Polizisten, die Dienstwagenfahrer, die die RAF einfach mit in die Luft gejagt hat, oder die tote Passantin, die nur zufällig am Tatort war?“, fragt der Minister. Die Angehörigen der Opfer müssten es als Verhöhnung empfinden, wenn es beim aktuellen Prozess gegen die RAF-Terroristin Daniela Klette lautstarke Sympathiebekundungen gebe und dabei Gewaltverbrechen relativiert und verniedlicht werden. „In der Erinnerung dieser Menschen werden die Mörder der RAF folkloristisch als linke Revolutionäre verklärt. Dem Staat wird unterstellt, er habe nichts Besseres zu tun, als „RAF-Rentnern“ hinterherzujagen. Niemand – und zwar zurecht - käme auf den Gedanken, die grauenvollen Verbrechen des NSU so zu verharmlosen. Jede Terrorwelle hat ihren eigenen Schrecken und ihre eigene grausame Geschichte.“
Herrmann: Gedenken an Opfer des RAF-Terror öffentlich begehen
Der Bayerische Innenminister forderte neben dem begrüßenswerten öffentlichen Gedenken an die Opfer rechtsextremistischen Terrors auch das Gedenken an den RAF-Terror und seine zahlreichen Opfer öffentlich zu begehen und ein zentrales Mahnmal zu schaffen. „Die Opfer und ihre Angehörigen haben das verdient.“