Bayern und Österreich bauen Polizeikooperation weiter aus

Am Rande des Österreichisches Blasmusikforum haben sich Joachim Herrmann und sein österreichischer Amtskollege Gerhard Karner zu aktuellen Sicherheitsfragen ausgetauscht. Im Fokus standen ein konsequenter Grenzschutz, der Kampf gegen Schleuserkriminalität und die weitere Vertiefung der grenzüberschreitenden Polizeikooperation. Als zentrales Beispiel hoben beide das Gemeinsames Zentrum Passau hervor, das schnellen Informationsaustausch und abgestimmtes Vorgehen ermöglicht. Die Zusammenarbeit soll weiter intensiviert und operativ noch enger verzahnt werden.

Innenminister Joachim Herrmann (li) mit dem Bundesminister für Inneres der Republik Österreich Gerhard Karner (re) bei der Begrüßung anl. ihres Arbeitstreffens in Ossiach. ©Geschäftsstelle ÖBV

Konsequenter Grenzschutz und verstärkter gemeinsamer Einsatz gegen grenzüberschreitende Kriminalität

Bei einem Arbeitstreffen am Rande des Österreichischen Blasmusikforums im Stift Ossiach in Kärnten haben sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und sein österreichischer Amtskollege Gerhard Karner zu aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen ausgetauscht. Im Mittelpunkt stand die weitere Vertiefung der bayerisch-österreichischen Polizeikooperation sowie die konsequente Umsetzung des europäischen Asylpakts. Herrmann betonte: „Wir werden den engen Schulterschluss mit unseren österreichischen Partnern im Polizeibereich weiter ausbauen. Unser gemeinsames Ziel ist ein konsequenter Grenzschutz und ein noch entschlosseneres Vorgehen gegen die organisierte internationale Schlepperkriminalität.“

Grenzüberschreitende Polizeiarbeit in Passau zeigt Wirkung

Ein zentrales Element der Zusammenarbeit ist das Gemeinsame Zentrum Passau, das Herrmann als „Musterbeispiel für eine funktionierende und effektive grenzüberschreitende Polizeikooperation in Europa“ bezeichnete. Dort arbeiten die Bayerische Polizei, die Polizei der Republik Österreich und die Bundespolizei seit mehr als einem Jahrzehnt eng und vertrauensvoll zusammen. „Durch die enge Verzahnung im Gemeinsamen Zentrum Passau können Informationen schnell ausgetauscht und Maßnahmen zügig abgestimmt werden. Ein entscheidender Vorteil im gemeinsamen Kampf gegen organisierte Kriminalität, Schleuserbanden, Drogenhandel und Terrorismus“, so Innenminister Herrmann.

Bayern und Österreich bauen Polizeikooperation weiter aus

Beide Minister waren sich einig, die Zusammenarbeit weiter zu intensivieren. Dazu zählen insbesondere der verstärkte Einsatz gemeinsamer Polizeistreifen im grenznahen Raum, eine weitere Beschleunigung des Informationsaustauschs sowie eine noch engere operative Abstimmung. Auch die gegenseitige Unterstützung bei Großveranstaltungen wurde besprochen.

Im Anschluss an das Arbeitsgespräch besuchten die beiden Innenminister gemeinsam das Eröffnungskonzert des Österreichischen Blasmusikforums. Das Galakonzert wurde vom Polizeiorchester Bayern gestaltet und unterstrich zugleich die enge partnerschaftliche Verbundenheit beider Länder auch über den sicherheitspolitischen Austausch hinaus. Das Österreichische Blasmusikforum findet vom 29. März bis 1. April 2026 in der Carinthischen Musikakademie im Stift Ossiach statt.