Anzeigen im Bußgeldbereich steigen an, Verwarnungen nehmen ab
Auch bei den Fahrverboten entfällt der größte Anteil auf Geschwindigkeitsverstöße. Von insgesamt 62.775 Fahrverboten (2024: 60.740) wurden 41,91 Prozent wegen zu schnellen Fahrens verhängt. Es folgen Alkohol- und Drogendelikte mit 24,71 Prozent (2024: 26,37 Prozent) sowie Abstandsverstöße mit 14,17 Prozent (2024: 12,99 Prozent). Die Anzeigen im Bußgeldbereich stiegen auf 734.904 (2024: 693.297) und erreichten damit den höchsten Wert der letzten 20 Jahre. Die Verwarnungen sanken von 1.262.472 im Jahr 2024 auf 1.239.804 im Jahr 2025 und damit auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Herrmann erklärte dazu: „Seit der Novelle der Bußgeldkatalogverordnung Ende 2021 wurden viele Bußgelder, besonders bei Geschwindigkeitsverstößen, erhöht. Deshalb werden mehr Fälle als Anzeigen statt als Verwarnung behandelt. Das erklärt, warum die Zahl der Verwarnungen zurückgeht, während Anzeigen und Bußgeldbescheide zunehmen.“ Ein Bußgeld beginnt in der Regel bei 60 Euro.
Herrmann kündigt weitere konsequente Kontrollen an
Herrmann kündigte an, die Verkehrsüberwachung entschieden fortzusetzen: „Rasen, Drängeln sowie Alkohol und Drogen am Steuer gehören zu den Hauptursachen schwerer Verkehrsunfälle. Deshalb werden wir auch künftig konsequent kontrollieren, Verstöße verfolgen und Verkehrssünder, wenn nötig, zeitweise aus dem Verkehr ziehen.“
Die vollständige Jahresstatistik 2025 des Bayerischen Polizeiverwaltungsamtes ist auf der Website der Bayerischen Polizei abrufbar.