Neun zusätzliche Organisationen verstärken Bayern-Allianz gegen Desinformation
Die vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration und dem Bayerischen Staatsministerium für Digitales initiierte Bayern-Allianz gegen Desinformation wächst weiter. Mit den neun zusätzlichen Organisationen vereinen die zivilgesellschaftlichen Mitglieder der Allianz Millionen von Engagierten im Freistaat und gewinnt nochmals deutlich an gesellschaftlicher Verankerung und Wirkkraft.
Neu beigetreten sind:
AWO Landesverband Bayern e. V.
Bayerischer Realschullehrerverband e. V.
BUND Naturschutz in Bayern e. V.
Der Paritätische in Bayern
Deutscher Caritasverband Landesverband Bayern e.V.
Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
Landeskomitee der Katholiken in Bayern
Technisches Hilfswerk Landesverband Bayern
Verbraucherzentrale Bayern e.V.
Kirchner: Breite Bevölkerung Bayerns abgebildet
Innenstaatssekretär Sandro Kirchner hob dabei hervor: „Unsere zivilgesellschaftlichen Partner bilden die bayerische Bevölkerung in ihrer Breite ab. Ich freue mich, dass durch den Beitritt neun weiterer bedeutender Organisationen der bayerischen Zivilgesellschaft unser gemeinsamer Kampf gegen Desinformation im digitalen Informationsraum auf eine noch breitere und kraftvolle Grundlage gestellt wird.“
Mehring: Antwort auf gesellschaftliche Spaltung
Digitalminister Dr. Fabian Mehring, der die neuerliche Erweiterung der Allianz am Rande der Konferenz „Resiliente Demokratie – Strategien gegen Desinformation und Manipulation“ in der Akademie für Politische Bildung Tutzing verkündete, sagte: „Politische Geschäftemacher und gesellschaftliche Spalter legen es darauf an, mit gezielter Desinformation Vertrauen in staatliche Institutionen, politische Akteure und zivilgesellschaftliche Organisationen zu zerstören. Ein wichtiger Teil unserer Antwort darauf muss im Zusammenhalt der gesellschaftlichen Mitte bestehen. Wenn Wohlfahrtsverbände, Kirchen, Lehrkräfte, Verbraucherschützer, Ehrenamtliche und Einsatzkräfte gemeinsam Verantwortung übernehmen und zusammen für die Spielregeln unserer Demokratie im digitalen Raum einstehen, wächst ein flächendeckendes Netzwerk für Faktenorientierung und demokratische Stabilität. Diese einzigartige gesamtgesellschaftliche Kraftanstrengung verleiht unserer Allianz echte Wirkmacht – weit über politische Debatten hinaus und tief in das Herz unserer Gesellschaft hinein!“
Desinformation gesellschaftlich breit zurückdrängen
Mit ihrer tiefen Verwurzelung in allen Regionen Bayerns erreichen die Akteure der Allianz Millionen Menschen im Alltag – in Schulen, Beratungsstellen, Pfarrgemeinden, sozialen Einrichtungen, Umweltinitiativen und Einsatzorganisationen. Ihre hohe Glaubwürdigkeit und ihre Rolle als Multiplikatoren verleihen der Allianz zusätzliche Durchschlagskraft. Damit wird der präventive Ansatz, Desinformation gesellschaftlich breit zurückzudrängen, substanziell gestärkt.
Maßnahmen-Mix gegen Desinformation
Die neuen Partner bringen konkrete Maßnahmen ein: von Fortbildungs- und Informationsformaten zur Förderung von Medien- und KI-Kompetenz über Bildungsangebote in sozialen Einrichtungen bis hin zu Sensibilisierungsmaßnahmen für Ehrenamtliche und Einsatzkräfte. Auch innovative Ansätze wie Taschenkarten zum Umgang mit Desinformation im Einsatz oder qualitätsgeprüfte audiovisuelle Bildungsmedien mit didaktischem Begleitmaterial sind Teil der Partneraktivitäten. Details zum jeweiligen Engagement finden sich in der Infobox.
Bundesweit erstes Bündnis dieser Art
Die Bayern-Allianz gegen Desinformation wurde im Frühjahr 2024 als bundesweit erstes Bündnis dieser Art gegründet. Mit Partnern aus der Tech-Branche, dem staatlichen und kommunalen Bereich, den Medien und – in stetig wachsender Stärke – der Zivilgesellschaft bildet sie ein einzigartiges Netzwerk zur Stärkung der gesamtgesellschaftlichen Resilienz gegen Desinformation. Ziel bleibt es, Bürgerinnen und Bürger für die Mechanismen, Risiken und Folgen von Falschinformationen zu sensibilisieren, Medien- und Informationskompetenz nachhaltig zu fördern und das Vertrauen in demokratische Prozesse langfristig zu sichern.