Gemeinsam gegen Spionage und Sabotage: Herrmann bei der Eröffnung des Gemeinsamen Drohnenabwehrzentrums

Bund und Länder bündeln erstmals ihre Kräfte im Kampf gegen Spionage und Sabotage: Innenminister Joachim Herrmann hat gemeinsam mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Hamburgs Innensenator Andy Grote das Gemeinsame Drohnenabwehrzentrum (GDAZ) in Berlin eröffnet.

Innenminister Joachim Herrmann gemeinsam mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt während seines Statements anlässlich der Eröffnung des Drohnenabwehrzentrums in Berlin. © BMI, F. Große / S. Jasmin

Herrmann: Bedrohung durch Drohnen wächst an

Innenminister Herrmann stellte in seinem Statement klar: „Drohnen sind längst nicht mehr nur ein technisches Spielzeug – sie sind zu einem ernstzunehmenden Sicherheitsrisiko geworden. Die Bedrohung durch Drohnen ist real, wächst und macht an unseren Grenzen nicht halt. Die heutige Eröffnung des gemeinsamen Drohnenabwehrzentrums von Bund und Ländern stellt einen gewichtigen Meilenstein dar. Damit wird die bereits jetzt schon sehr gute Zusammenarbeit von Bund und Ländern im Themenfeld Drohnenabwehr noch weiter ausgebaut. Die Einrichtung dieser Zentralstelle ermöglicht den hervorragenden Austausch der Drohnen-Experten des Bundes und der Länder. Und das nicht mehr nur im Rahmen von Arbeitsgruppen und Fachtagungen zu diesem Themenfeld, sondern künftig dauerhaft. Wichtig ist, dass in den einzelnen Ländern die erforderlichen Strukturen geschaffen werden. Damit können künftig die gemeinsam erarbeiteten und abgestimmten Lösungsmöglichkeiten konsequent vor Ort umgesetzt werden.“

GDAZ bündelt fachliche Expertise von Bund und Ländern

Das GDAZ ist als gemeinsame Koordinierungsstelle der Polizeien von Bund und Ländern, des Bundeskriminalamts, der Bundespolizei sowie der Bundeswehr eingerichtet. Dabei bündelt es fachliche Expertise von Bund und Ländern, wird rund um die Uhr betrieben und ist darauf ausgelegt, kurzfristig und koordiniert auf Gefährdungen der Sicherheitslage zu reagieren. Die Entscheidungskompetenzen der beteiligten Behörden bleiben dabei unberührt.

Für eine leistungsfähige, moderne und resiliente Drohnenabwehr

Zugleich fördert das Gemeinsame Drohnenabwehrzentrum die enge Vernetzung mit relevanten Partnerinstitutionen, Forschungseinrichtungen und Sicherheitsakteuren. Es bringt sich aktiv in nationale, europäische und internationale Netzwerke ein – für eine leistungsfähige, moderne und resiliente Drohnenabwehr in Deutschland.