Gefragte Austauschplattform: 800 Fachteilnehmer aus 40 Ländern
„Besonders wichtig ist die Verbindung von Theorie und Praxis. Denn in der Luftrettung muss sich wissenschaftliche Erkenntni„s im praktischen Einsatz bewähren und in komplexen Notfall- und Krisensituationen zuverlässig anwendbar sein.“ Als zentral für die Weiterentwicklung der Luftrettung nannte Herrmann neben leistungsfähigen Hubschraubern oder modernen medizinischen Geräten den ganzheitlichen Aspekt, der die Luftrettung bestmöglich mit dem bodengebundenen Rettungsdienst und der Krankenhausversorgung verzahnt. Zudem geht es auch um das Potenzial des Einsatzes von Digitalisierung, der Telemedizin und künstlicher Intelligenz genauso wie die Bindung von Fachkräften. „Die Weiterentwicklung der Luftrettung betrifft gleichermaßen Fragen der Organisation, der Verantwortungsstrukturen und der öffentlichen Sicherheit. All diese Aspekte lassen sich nur gemeinsam und im europäischen Verbund erfolgreich gestalten“, betonte Herrmann. Genau hierfür sei der Austausch der rund 800 Fachteilnehmer aus 40 Ländern in den kommenden drei Tagen ideal.
„Stern der Sicherheit“ an Dr. Erwin Stolpe überreicht
Im Rahmen der Veranstaltung übergab Herrmann zudem eine besondere Ehrung an Dr. Erwin Stolpe, Unfallchirurg und Pionier der Luftrettung. Er wurde für sein Lebenswerk mit dem Stern der Sicherheit, der Bayerischen Staatsmedaille Innere Sicherheit, ausgezeichnet. „Mit fachlicher Exzellenz sowie großer Menschlichkeit setzten Sie Maßstäbe in Ausbildung und Praxis. Sie entwickelten Ausbildungskonzepte, inspirierten Generationen von Notärzten, führten neue medizinische Standards für die Luftrettung ein, etablierten eine faktenbasierte Rettungsmedizin und initiierten wissenschaftliche Analysen von Einsätzen. Sie prägen heute weit über Bayern hinaus die Organisation des Rettungswesens mit“, so Herrmann anerkennend.