Herrmann: Freistaat Bayern will bis Ende 2027 rund 42.000 Unterbringungsplätze abbauen

Bayern reduziert seine Asylunterkünfte deutlich: Bis Ende 2027 sollen rund 42.000 Unterbringungsplätze wegfallen – etwa ein Viertel aller Plätze im Freistaat. In den ersten sechs Monaten 2026 wurden bereits 15.300 Plätze abgebaut oder gekündigt, vor allem kostenintensive Unterkünfte wie beispielsweise Hotels oder noch bestehende Notunterkünfte. Innenminister Joachim Herrmann: „Unser Ziel ist klar: weniger Plätze, geringere Kosten und eine spürbare Entlastung der Kommunen.“

Innenminister Joachim Herrmann bei einem Pressetermin (Archivbild) ©BayStMI/Balk

Bayern reduziert Asylunterkünfte um ein Viertel

Für das Jahr 2026, in dem bis Jahresende mindestens 20.000 Plätze abgebaut werden sollen, ist man laut dem Minister auf einem guten Weg und konnte in den ersten sechs Monaten bereits rund 15.300 Plätze abbauen oder kündigen. Bis Ende 2027 sollen dann weitere rund 22.000 Unterbringungsplätze wegfallen. Das zeigt deutlich: Die Asylwende kommt in den Kommunen an!

Asylzugänge so niedrig wie seit Jahren nicht mehr

Zugleich hebt der Innenminister die deutliche Entspannung bei den Asylzugangszahlen hervor: „Der Asylzugang hat sich im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nochmals deutlich verringert und liegt bei minus 39 Prozent. Diese Entwicklung bestätigt unseren Kurs und ist ein weiteres Beispiel für die erfolgreiche Asylwende.“ Auch in 2026 liegt die Zahl der Aufenthaltsbeendigungen mit 7.206 deutlich über der Zahl der Asylzugänge mit 4.179 (Stand: 31. Mai 2026). Die rückläufigen Zahlen ermöglichen es laut Herrmann, Unterkünfte nun verstärkt abzubauen und die Kommunen weiter zu entlasten.