Herrmann in Gansheim: 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr – Ehrenamt, das Leben rettet

Ob Alt und Jung, Frau und Mann, Alteingesessene, Zugezogene und Menschen mit Migrationshintergrund: Innenminister Joachim Herrmann hat anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Gansheim die besondere Rolle der Feuerwehren als „Brückenbauer“ hervorgehoben. Herrmann: „Bei der Feuerwehr findet jeder Platz und kann Teil eines starken Teams sein.“

Innenminister Joachim Herrmann (re.) beim Festakt anl. 150 Jahre Feuerwehr Gansheim ©Simon Bauer

Lob für unentgeltlichen und ehrenamtlichen Einsatz

43 aktive Feuerwehrfrauen und -männer leisten bei der Freiwilligen Feuerwehr Gansheim ihre Einsatzstunden unentgeltlich und ehrenamtlich. „Vergelt's Gott für Ihr großartiges Engagement. Ob bei der „klassischen“ Brandbekämpfung oder den immer häufiger und komplexer werdenden Einsätzen im technischen Hilfsdienst – die Freiwillige Feuerwehr Gansheim stellt sich vorbildlich ihren verantwortungsvollen Aufgaben“, lobte Herrmann.

Ehrenamt wirkt als „Brückenbauer“ und gemeinschaftsstiftend

Nach den Worten des Ministers schafft Ehrenamt Begegnungen, baut Brücken und sorgt für Gemeinschaft. Rund 430.000 Frauen und Männer der rund 450.000 Einsatzkräfte bei Feuerwehren, freiwilligen Hilfsorganisationen und dem Technischen Hilfswerk arbeiten ehrenamtlich. „Jeder Einsatz hat Wirkung: Er fördert soziale Teilhabe, stärkt das Vertrauen und inspiriert andere, ebenfalls Verantwortung zu übernehmen.“ Daher sei es wichtig, bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen, „durch Anerkennung, Aus- und Fortbildungsangebote und respektvolle Zusammenarbeit mit den hauptamtlichen Strukturen.“ Auch die Bayerische Staatsregierung unterstütze die Feuerwehren nach Kräften. „In den letzten fünf Jahren haben wir rund 239 Millionen Euro an Fördergeldern für die Ausstattung der bayerischen Feuerwehren ausbezahlt. Davon flossen mehr als 31 Millionen in den Regierungsbezirk Schwaben“, so der Innenminister.

Neues Landesamt stärkt gesamtstaatliche Handlungsfähigkeit

Um noch besser auf Großschadenslagen und Katastrophen, aber auch mögliche kriegerische Auseinandersetzungen vorbereitet zu sein, wurde das Landesamt für Bevölkerungsschutz im Bayerischen Innenministerium gegründet. „Es wird die gesamtstaatliche Handlungsfähigkeit nachhaltig stärken. So können wir adäquat auf die grundlegenden geopolitischen Veränderungen reagieren, aber auch auf die Zunahme an Großschadenslagen und Katastrophen, die nicht mehr nur allein vor Ort bewältigt werden können“, so Herrmann.