Herrmann informiert zur Drohnenabwehr der Bayerischen Polizei am Flughafen Nürnberg

Schutz vor Drohnen: Bayern handelt: „Der Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle hat erneut die zunehmende Gefahr hybrider Bedrohungen durch den Einsatz von Drohnen deutlich gemacht. Darauf reagieren wir entschlossen und stärken die Handlungsfähigkeit der Bayerischen Polizei in der Drohnenabwehr weiter“, betonte Innenminister Joachim Herrmann heute am Nürnberger Flughafen.

Pressetermin zur Drohnenabwehr am Flughafen Nürnberg ©PP Mittelfranken

Mehr Personal für Drohnenabwehr und Flughäfen

Dazu sollen sowohl die technischen Fähigkeiten als auch die personellen Ressourcen weiter ausgebaut werden. „Das Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum (DKAZ) der Bayerischen Polizei in Erding soll schrittweise auf rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufwachsen. Zugleich werden die Polizeidienststellen an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen personell weiter verstärkt“, so der Minister.

Flughafensicherheit: Bayern baut Kooperation aus

„Wir setzen einen klaren Schwerpunkt auf den Schutz unserer Flughäfen vor neuen Bedrohungen. Hier am Flughafen Nürnberg treten bei der Grenzpolizeiinspektion zum 1. September 2026 18 neue Einsatzkräfte ihren Dienst an“, erklärte Herrmann. An den drei bayerischen Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen steht bereits stationäre und mobile Drohnentechnik zur Verfügung. „Diese technischen Fähigkeiten werden wir kontinuierlich weiterentwickeln und ausbauen – gemeinsam mit dem DKAZ, unseren bayerischen Spezialeinheiten, der Deutschen Flugsicherung und der Bundespolizei“, so Herrmann weiter. 

DKAZ: Vernetzte Expertise gegen Drohnengefahr

Das DKAZ nahm am 1. April 2026 seinen Betrieb auf. Die dort eingesetzten Drohnenexperten der Bayerischen Polizei beobachten kontinuierlich technologische Entwicklungen, erproben neue Systeme und bewerten deren Eignung für den polizeilichen Einsatz. Dazu steht das DKAZ in engem Kontakt zum Gemeinsamen Drohnenabwehrzentrum (GDAZ) des Bundes und der Länder in Berlin, zur Bundeswehr und zu wissenschaftlichen Einrichtungen. „Das DKAZ hat bereits bei zahlreichen Einsätzen seine Expertise erfolgreich eingebracht, etwa beim Deutschen Katholikentag in Würzburg oder beim Hamburger Hafengeburtstag im Mai dieses Jahres“, erklärte Herrmann. 

Investitionen in die Sicherheit der Zukunft

Der Minister kündigte zudem an, sich bei den anstehenden Verhandlungen über den Nachtragshaushalt 2027 dafür einzusetzen, dass die Bayerische Polizei die notwendigen finanziellen Mittel erhält, um ihre technische Ausstattung, personellen Ressourcen und Fähigkeiten zur Drohnenabwehr weiter zu stärken. „Wir leben in einer Zeit, die von zunehmenden Konflikten, hybriden Bedrohungen und neuen Formen der Einflussnahme geprägt ist. Deshalb brauchen wir die erforderlichen Investitionen, um die Bayerische Polizei auch weiterhin bestmöglich auf diese Herausforderungen vorzubereiten und für größtmögliche Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu sorgen“, so Herrmann abschließend.