Herrmann weiht Gedenkstele für Shlomo Lewin und Frida Poeschke in Erlangen ein

In Erlangen ist eine neue Gedenkstele für den 1980 ermordeten Rabbiner Shlomo Lewin und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke eingeweiht worden. An der Zeremonie nahmen unter anderem Joachim Herrmann und Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik teil. Die Stele erinnert an das brutale Verbrechen vom 19. Dezember 1980 und soll das Gedenken an die Opfer wachhalten. Zugleich setzt sie ein klares Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit.

Innenminister Joachim Herrmann bei der Einweihung der Gedenk-Stele für Rabbiner Shlomo Lewin und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke in Erlangen ©BayStMI/Daniel Löb

Neue Gedenkstele in Erlangen als Zeichen gegen Antisemitismus

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat heute mit dem Erlanger Oberbürgermeister, Dr. Florian Janik, in Erlangen die Gedenkstele zur Erinnerung an den am 19. Dezember 1980 ermordeten Rabbiner Shlomo Lewin und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke eingeweiht. „Dieses brutale Verbrechen macht uns alle noch immer tief betroffen. Die Erinnerung an Shlomo Lewin und Frida Poeschke wachzuhalten, ist unsere gemeinsame Verantwortung. Hier und in ganz Bayern ist kein Platz für Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit.“ Daher engagiere sich Herrmann auch nach Kräften für die Stärkung des interreligiösen Dialogs: „Denn Religionen tragen die Werte von Menschenwürde und Solidarität in die Welt. Beides, ein Leben in Sicherheit und ein starker gesellschaftlicher Zusammenhalt, das sind wir gerade auch den Opfern von Antisemitismus wie Shlomo Lewin und Frida Poeschke schuldig!“

Bayern geht entschieden gegen Antisemitismus vor

Shlomo Lewin selbst hatte immer wieder öffentlich vor der Gefährlichkeit der neonazistischen Szene in Deutschland gewarnt. „Er deutete die Zeichen seiner Zeit völlig richtig, indem er Antisemitismus und Extremismus als große Gefährdungen sah. Diese Einschätzung hat nichts an Aktualität verloren“, so Herrmann. Der Minister erinnerte an die Terrorakte der Hamas am 7. Oktober 2023 und den auch hier in Bayern offen bekundete Antisemitismus und Hass auf Menschen jüdischen Glauben. „Hass und Gewalt gegen unsere jüdischen Mitbürger werden wir in Bayern niemals dulden. Wir geben weder rechtsextremem noch linksextremem noch islamistischem Antisemitismus auch nur einen Millimeter Platz!“ Die Bayerische Staatsregierung setze sich mit aller Kraft dafür ein, dass sich jüdische Bürgerinnen und Bürger hier sicher und zuhause fühlen. „Wir treffen dafür alle menschenmöglichen Vorkehrungen“, betonte der Innenminister.