Gibt es in Bayern zu viele Feiertage? Darüber wird oft diskutiert, so auch bei einer Veranstaltung der Volkshochschule München zum Thema "Unterbrechungen des Profanen – Wie viele kirchliche Feiertage können und wollen wir uns leisten?" Innenminister Joachim Herrmann hat dazu eine klare Haltung: Feier- und Gedenktage sind weit mehr als freie Tage im Kalender. Durch diese Feste besinnen wir uns auf das wesentliche unseres christlichen Glaubens – auf Nächstenliebe, Solidarität, Mitmenschlichkeit und Friedfertigkeit. Und genau damit leisten sie auch einen entscheidenden Beitrag zur Identifikation mit dem Menschenbild unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, die ja gerade auf diesen unveräußerlichen Werten gründet." Das sei gerade in Zeiten, in denen unsere Demokratie immer mehr unter Druck gerate, wichtig. “Der Schutz von Sonn- und christlichen Feiertagen kommt darum allen zugute – auch Menschen ohne religiösen Bezug zu diesen Tagen. Denn auch Sie profitieren neben der Zeit für Erholung und Familie von der Stärkung unseres Werteprofils.”
Feiertage haben keine negativen Auswirkungen auf Bayerns Wirtschaft
In Bayern gibt es derzeit landesweit 12 gesetzliche Feiertage. Dazu kommt Mariä Himmelfahrt in überwiegend katholischen Gemeinden sowie das Augsburger Friedensfest in der Stadt Augsburg. Die bayerische Wirtschaft leide darunter nicht, so Herrmann: "Bayern liegt hinsichtlich des Bruttoinlandsprodukts (BIP) pro Kopf konstant weit über dem deutschen Durchschnitt – ein Umstand, der zeigt: Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und ein der Tradition und dem Glauben verpflichtetes Feiertagsrecht stehen nicht im Widerspruch.” Im Gegenteil, sagt Herrmann: "Wer sich regelmäßig darauf besinnt, was für ihn wichtig ist und daraus neue Kraft schöpft, der kann wieder mit Elan und Erfolg in Alltag und Berufswelt anpacken und sich einbringen. Und genau das tun die Menschen bei uns in Bayern auf vorbildliche Weise.”