Offensive Sichere Bahnhöfe: Kirchner und König informieren rund um den Nürnberger Hauptbahnhof

Verstärkte Polizeipräsenz, Drogenspürhunde und Videoüberwachung: Bayerns Innenstaatssekretär Sandro Kirchner und Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König informieren über Sicherheitsmaßnahmen rund um den Nürnberger Hauptbahnhof.

Vor-Ort-Termin am Nürnberger Hauptbahnhof zur Offensive ‚Sichere Bahnhöfe in Bayern‘: Innenstaatssekretär Sandro Kirchner, Oberbürgermeister Marcus König und Vertreter der Bayerischen Polizei informieren über Maßnahmen gegen Kriminalität und für mehr Sicherheit im Bahnhofsumfeld. ©PP Mittelfranken

Aktuelle Lage am Nürnberger Hauptbahnhof

Um die Kriminalität im Umfeld großer Hauptbahnhöfe in ganz Bayern noch entschlossener zu bekämpfen, hat die Bayerische Staatsregierung bereits Ende Oktober 2024 die Offensive „Sichere Bahnhöfe in Bayern“ gestartet. Bayerns Innenstaatssekretär Sandro Kirchner hat sich heute gemeinsam mit Oberbürgermeister Marcus König am Nürnberger Hauptbahnhof ein Bild von der aktuellen Lage gemacht und über die Umsetzung der Offensive informiert. „Mit einem umfassenden Maßnahmenbündel setzen wir alles daran, die Bahnhöfe in Bayern noch sicherer und damit zugleich attraktiver zu machen“, betonte Kirchner.

Konkrete Maßnahmen: Fußstreifen, Diensthunde und Verbotszonen

Kirchner erläuterte, dass die Offensive „Sichere Bahnhöfe“ in die bayernweite Arbeitsgruppe „Bayern. 360° Sicherheit.“ eingebettet ist, die federführend beim Polizeipräsidium Mittelfranken angesiedelt ist. Konkret setze man auf gemeinsame Fußstreifen mit der Bundespolizei sowie auf regelmäßige sogenannte Konzept- und Unterstützungseinsätze unter Beteiligung geschlossener Einheiten der Bereitschaftspolizei. „Darüber hinaus kommen speziell ausgebildete Diensthunde der Bayerischen Polizei zum Einsatz, um etwa das Bahnhofsumfeld gezielt nach Drogenverstecken abzusuchen“, so Kirchner. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt prüfe die Polizei zudem, ob die Ausweisung von Alkohol-, Cannabis- und Waffenverbotszonen sinnvoll ist.

Cannabis-Konsumverbot und Waffen- und Messerverbot

„Im April 2025 wurde in Nürnberg zusätzlich zur bestehenden Alkoholverbotszone eine Waffen- und Messerverbotszone rund um den Hauptbahnhof erlassen. Bereits seit Dezember vergangenen Jahres gilt außerdem ein Konsum- und Mitführverbot für Cannabis“, erklärte der Staatssekretär.

Ausbau mobiler Videoüberwachung im Celtispark

Ein weiterer zentraler Schwerpunkt sei der konsequente Ausbau der polizeilichen Videoüberwachung an bekannten Brennpunkten. Kirchner: „Die mobile Videoüberwachung am Nelson-Mandela-Platz wurde im Juli 2025 um zwei weitere Kameras im Celtispark erweitert. Die Videoüberwachung der Bayerischen Polizei ergänzt dabei die Videomaßnahmen der Bundespolizei, die im Bahnhofsgebäude und in den Bahnanlagen zuständig ist. Unser Ziel ist ein intensiver, gegenseitiger Live-Austausch der Bildaufnahmen. Die dafür notwendigen rechtlichen Voraussetzungen werden wir zeitnah schaffen.“

Nachweislicher Rückgang der Kriminalität im nördlichen Bahnhofsbereich und im Celtispark durch enge Zusammenarbeit

Dass die Maßnahmen Wirkung zeigen, belegt die positive Entwicklung der Kriminalitätslage insbesondere im nördlichen Bahnhofsbereich und die fast vollständige Zurückdrängung der Kriminalität im Celtispark. „In Nürnberg ist der enge Schulterschluss aller relevanten Akteure der Schlüssel zum Erfolg. Bereits früh haben sich Bayerische Polizei und Bundespolizei gemeinsam mit der Justiz, der Deutschen Bahn und insbesondere der Stadt organisiert und tragfähige Lösungen entwickelt.“ Diesen Weg werde man konsequent weitergehen, um eine positive Entwicklung im gesamten Bahnhofsumfeld weiter voranzutreiben.

Nürnberg als zweitsicherste Großstadt: Maßnahmen stärken objektive Sicherheit und Sicherheitsgefühl

„Nicht ohne Grund ist Nürnberg nach München die zweitsicherste Großstadt Deutschlands mit über 200.000 Einwohnern. Mit unseren Maßnahmen verbessern wir nachhaltig die objektive Sicherheitslage und stärken zugleich das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger“, betonte Kirchner.