Offensive „Sichere Innenstädte“ – Nürnberg wird spürbar sicherer

In Nürnberg werden die Sicherheitsmaßnahmen in der Innenstadt weiter verstärkt. Dazu zählen verstärkte Polizeistreifen, Verbotszonen für Waffen, Cannabis und Alkohol sowie der Ausbau der Videoüberwachung. Ziel der Offensive „Sichere Innenstädte“ ist es, Kriminalitätsbrennpunkte frühzeitig zu erkennen und das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken. Innenminister Joachim Herrmann und Oberbürgermeister Marcus König informieren über die aktuellen Maßnahmen und geplanten Entwicklungen. Polizei, Stadt und weitere Partner setzen dabei auf ein eng abgestimmtes Bündel an Strategien, das Nürnberg bereits zu einer der sichersten Großstädte Deutschlands macht.

Gruppenfoto mit Polizeibeamtinnen und -beamten, Innenminister Joachim Herrmann, Oberbürgermeister Marcus König und Polizeipräsident Gernot Rochholz (Bildmitte) anl. des Pressetermins "Sicherheit in der Innenstadt" in Nürnberg. ©BayStMI/Giulia Iannicelli

Arbeitsgruppe für mehr Sicherheit in der Nürnberger Innenstadt

Bereits Ende Oktober 2024 hat die Bayerische Polizei die Arbeitsgruppe „Bayern. 360° Sicherheit.“ eingesetzt. Ziel ist, Kriminalitätsbrennpunkte in Innenstädten früh zu erkennen und mit gezielten Maßnahmen für mehr Sicherheit zu sorgen. 
Heute informierten Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Oberbürgermeister Marcus König am Ludwigsplatz über die aktuellen Sicherheitsmaßnahmen sowie über weitere Schwerpunkte und geplante Entwicklungen in der Nürnberger Innenstadt. 
„Sichere Innenstädte sind für uns von zentraler Bedeutung. Dazu setzen wir auf ein breites Maßnahmenbündel, um Brennpunkte gar nicht erst entstehen zu lassen“, so Herrmann.

Mehr Präsenz und Kontrollen durch Polizei

Laut Herrmann gehören in der Nürnberger Innenstadt verstärkte Fußstreifen der Bayerischen Polizei sowie gezielte Einsätze mit Fahrradstreifen und Polizeireitern dazu. Ergänzend patrouillieren der Kommunale Ordnungsdienst und die Sicherheitswacht, besonders in Park- und Grünanlagen. „Die Polizei setzt auch gezielt auf sogenannte Kontaktbereichsbeamte. Das sind meist erfahrene Polizeibeamte, die sich in den Vierteln gut auskennen und ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger haben“, erklärte Herrmann. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt prüft die Polizei zudem, ob die Ausweisung von Verbotszonen für Alkohol, Cannabis und Waffen sinnvoll ist. 
Dazu Herrmann: „In Nürnberg wurde im April 2025 im erweiterten Bahnhofsbereich eine Waffen- und Messerverbotszone eingerichtet.

Verbotszonen und Videoüberwachung erhöhen Sicherheit

Im Dezember 2025 folgten eine Cannabisverbotszone sowie die Erweiterung der bestehenden Alkoholverbotszone um den Aufseßplatz.“ Ein weiterer Schwerpunkt ist der konsequente Ausbau der polizeilichen Videoüberwachung. „Die Bayerische Polizei setzt bereits an 17 Orten dauerhaft-stationäre Videoüberwachung sehr erfolgreich ein, darunter in München, Regensburg, Augsburg und Coburg. In Nürnberg wurde die Videoüberwachung im Juli 2025 im Südstadtpark durch einen Videoanhänger der Polizei erweitert.“ Oberbürgermeister Marcus König dankte sowohl dem Innenministerium als auch dem Polizeipräsidium Mittelfranken: „Objektive und subjektive Sicherheit in und um den Hauptbahnhof sowie in der Innenstadt – das ist und bleibt das Ziel unserer gemeinsamen Anstrengungen. Bürgerinnen, Bürger und die vielen Gäste, die unsere Stadt besuchen, sollen mit einem guten Gefühl unterwegs sein. Dafür sorgt ein vielfältiges Bündel an Maßnahmen.“

Fokus auf Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr

Für das laufende Jahr setzt die Nürnberger Polizei einen zusätzlichen Schwerpunkt auf den öffentlichen Personennahverkehr. Seit Jahresbeginn gab es bereits acht Schwerpunkteinsätze mit Unterstützung durch die Bereitschaftspolizei, weitere sind geplant. Nürnbergs Polizeipräsident Gernot Rochholz: „Wir wollen für die Bürgerinnen und Bürger mit unseren Maßnahmen noch sichtbarer und ansprechbarer sein.“

Abschließend erklärte Herrmann, dass die Sicherheit in Innenstädten eine dauerhafte Aufgabe sei. „Entscheidend ist, dass Polizei, Kommunen, zuständige Behörden und die Akteure der Sozialarbeit eng zusammenarbeiten. In Nürnberg gelingt dieses Zusammenspiel hervorragend. Nicht umsonst belegte Nürnberg beim letzten bundesweiten Vergleich der sichersten Großstädte mit mehr als 200.000 Einwohnern nach München den zweiten Platz, gefolgt von Augsburg auf Platz 3.“