Sicherheitskonferenz der Donaustaaten: Gemeinsames Handeln gegen grenzüberschreitende Bedrohungen
Der Donauraum stehe für wirtschaftlichen Austausch, kulturelle Vielfalt und enge Zusammenarbeit. „Genau diese Offenheit wird jedoch zunehmend von Akteuren ausgenutzt, die unsere Sicherheit bedrohen. Organisierte Kriminalität, Schleusernetzwerke, Cyberkriminalität und hybride Bedrohungen operieren grenzüberschreitend, flexibel und hochgradig vernetzt. Deshalb müssen auch wir unsere Zusammenarbeit kontinuierlich stärken“, so Herrmann.
Sicherheitslage im Donauraum und Auswirkungen des Ukraine-Kriegs im Fokus
Im Mittelpunkt der Beratungen standen die aktuelle Sicherheitslage im Donauraum sowie die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf die europäische Sicherheitsarchitektur. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass Themen wie Resilienz, der Schutz Kritischer Infrastruktur, die Bekämpfung illegaler Waffenströme sowie die gezielte Unterstützung von Partnerländern zunehmend an Bedeutung gewinnen. „Sicherheit im Donauraum ist heute mehr denn je eine gemeinsame Verantwortung“, betonte Herrmann. Herrmann dankte dem Gastgeber, Bulgariens neuem Innenminister Ivan Demerdzhiev, sowie seinen europäischen Amtskolleginnen und Amtskollegen für den intensiven und konstruktiven Austausch: „In den vergangenen 15 Jahren unserer Kooperation haben wir tragfähige Strukturen aufgebaut. Auf dieser Grundlage entwickeln wir unsere Zusammenarbeit konsequent weiter.“