Tag des Notrufs am 11.2. - Europaweite Notrufnummer 112 rettet Leben

Zum Europäischen Tag des Notrufs 112 am 11.02.2026 betont Bayerns Innenminister Joachim Herrmann die lebensrettende Bedeutung der einheitlichen Notrufnummer, über die in Bayern jährlich mehr als 2,8 Millionen Notrufe eingehen. In den rund um die Uhr besetzten Integrierten Leitstellen treffen speziell geschulte Disponentinnen und Disponenten in Sekunden wichtige Entscheidungen und begleiten Menschen in akuten Notsituationen. Um diese Schlüsselrolle weiter zu stärken, bietet Bayern erstmals bundesweit eine eigenständige, dreijährige Ausbildung für Leitstellendisponenten an. Damit setzt der Freistaat ein klares Zeichen für Qualität, Professionalität und Sicherheit im Rettungswesen.

Europaweite Notrufnummer 112 ©BayStMI

Notruf 112 steht für schnelle Hilfe und starke Leitstellen

Der europaweite Notruf 112 rettet jeden Tag Leben. In Notsituationen, wenn es auf Sekunden ankommt, wird den Menschen zu jeder Tages- und Nachtzeit geholfen. Allein in Bayern wurden bei den insgesamt 25 Integrierten Leitstellen im letzten Jahr mehr als 2,8 Millionen Notrufe bewältigt“, betont Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zum europäischen Tag des Notrufs am 11.2. In Bayern erreichen Anrufer unter der 112 stets die Integrierten Leitstellen (ILS), die rund um die Uhr besetzt sind. Dabei erfassen die Disponentinnen und Disponenten am Telefon präzise die Situation, treffen erste Entscheidungen, alarmieren die passenden Einsatzkräfte und stehen den Anrufern in kritischen Momenten zur Seite, etwa bei Wiederbelebungen. „Die Disponentinnen und Disponenten sind unverzichtbar. Daher stärken wir diese zentrale Aufgabe: Seit diesem Schuljahr wird in München an der Berufsfachschule für Leitstellenwesen eine dreijährige Ausbildung zum staatlich geprüften Disponenten einer Integrierten Leitstelle angeboten. Sie kombiniert theoretische und praktische Ausbildungsabschnitte unter anderem in Leitstellen, Feuerwehren, Rettungsdiensten oder Krankenhäusern und eröffnet damit einen eigenständigen Zugang in den Beruf. Das ist bundesweit bisher einmalig und rückt diese wichtige Arbeit zu Recht in den Fokus“, so Herrmann.

Neue Ausbildung stärkt Leitstellen und Sicherheit in Bayern

Das bayerische Innenministerium hat gemeinsam mit dem bayerischen Kultusministerium, der Landeshauptstadt München und dem Verband der Bayerischen Leitstellenbetreiber die fachlichen Grundlagen und die rechtlichen Rahmenbedingungen für die eigenständige schulische Berufsausbildung geschaffen. Der Minister erklärt: „Bisher wurden die Disponentinnen und Disponenten aus dem Kreis der Mitarbeitenden von Feuerwehren und Rettungsdiensten rekrutiert und entsprechend weitergebildet. Die neue Ausbildung ermöglicht nun eine einheitliche Qualifikation für diese Schlüsselposition im Einsatzgeschehen.“ 

In ganz Bayern arbeiten mehr als 1.150 Disponentinnen und Disponenten an insgesamt 270 Einsatzleitplätzen. „Ich danke Ihnen allen sehr herzlich für ihren unermüdlichen Einsatz und Ihre stets professionelle und zuverlässige Hilfe im Notfall. Sie leisten einen essenziellen Beitrag zur Sicherheit in Bayern“, betont Herrmann.

Weitere Informationen zum Notruf 112, zum richtigen Verhalten im Notfall und den Integrierten Leitstellen finden Sie in unserer u.a. Informationsbox.