Waldbrandgefahr in Bayern erreicht außergewöhnlich hohes Niveau: Kirchner warnt Bevölkerung zu besonderer Vorsicht

Die anhaltende Hitze und Trockenheit lassen die Waldbrandgefahr in Bayern in den kommenden Tagen auf ein außergewöhnlich hohes Maß ansteigen. Innenstaatssekretär Sandro Kirchner warnt daher eindringlich vor erhöhter Brandgefahr in Wäldern und auf Freiflächen.

Waldbrandgefahrenindex für Bayern, 28.06.2026 ©DWD/BayStMI

Nahezu ganz Bayern erreicht hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr

Nach den aktuellen Prognosen wird bis zum Wochenende nahezu flächendeckend die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe 4 erreicht. In weiten Teilen Nordbayerns gilt sogar die höchste Warnstufe 5. Die außergewöhnliche Trockenheit der vergangenen Monate verschärft die Lage zusätzlich erheblich. Im Mai fiel in Nordbayern rund ein Viertel weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel, in Südbayern sogar 42 Prozent weniger Regen.

Überwachungsflüge und Rundfunkwarnung

Um Vegetationsbrände möglichst frühzeitig erkennen und bekämpfen zu können, haben alle Regierungen in Bayern bis zum Wochenende Überwachungsflüge angeordnet. Das Bayerische Melde- und Lagezentrum für den Bevölkerungsschutz (BayMLZ) steht hierzu in engem Austausch mit den Regierungen und beobachtet die Entwicklung fortlaufend und sehr genau.

Zusätzlich werden die Bevölkerung sowie die Feuerwehren ab heute über Rundfunkdurchsagen über die allgemeine Waldbrandwarnung des Deutschen Wetterdienstes informiert.

„Unsere Feuerwehren und Einsatzkräfte sind vorbereitet. Der wirksamste Schutz vor Waldbränden bleibt jedoch verantwortungsbewusstes Verhalten jedes Einzelnen. Bitte helfen Sie mit, Brände zu verhindern“, so Innenstaatssekretär Sandro Kirchner.

Entspannung der Lage voraussichtlich erst ab Montag

Nach derzeitigem Stand ist erst ab Montag, 29. Juni, mit einer Entspannung der Lage zu rechnen, wenn die Temperaturen zurückgehen und die angekündigten Niederschläge eintreffen.