Bayerns Innenminister Joachim Herrmann wird am
Donnerstag, den 18. Dezember 2025, um 11:00 Uhr,
im Wassersaal der Orangerie in Erlangen,
Schlossgarten 1, 91054 Erlangen,
Auszeichnungen an insgesamt fünf Personen aus Ober- und Mittelfranken aushändigen.
Medienvertreter sind herzlich eingeladen.
Das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wurde vom Bundespräsidenten verliehen an:
Daniel Christian Burmann aus Berolzheim engagiert sich in herausragender Weise um die Erinnerungskultur. Er widmete sich mit außerordentlichem Engagement der Ortsgeschichte von Markt Berolzheim. Dabei dokumentierte er insbesondere die Lebenswege früherer jüdischer Bewohner umfassend und sorgfältig. Mit der Veröffentlichung seines Buches 'Juden in Markt Berolzheim' leistete er für die Marktgemeinde Berolzheim einen bedeutenden Beitrag zur Erinnerungskultur. Es ist die erste umfangreiche Veröffentlichung zur jüdischen Familiengeschichte des Ortes und somit eine wichtige Aufarbeitung, die weit über die Grenzen Berolzheims hinausstrahlt. Seine langjährige akribische Quellenrecherche vor Ort in den Archiven sowie der Kontakt zu den Nachfahren jüdischer Familien aus Berolzheim haben es ermöglicht, beeindruckende biografische Zugänge zum jüdischen Leben in Berolzheim zu schaffen.
Kurt Günter Rambach aus Colmberg engagiert sich seit vielen Jahren unermüdlich mit Empathie und großer Einsatzbereitschaft für Menschen, die an chronischen Schmerzen leiden. Seit 2009 ist er Mitglied der 'Deutschen Schmerzliga' (DSL). Dabei entwickelte er innovative Selbsthilfegruppen, um die Lebensqualität von Menschen mit chronischen Schmerzen und ihrer Angehörigen spürbar zu verbessern. Mit viel Kraft, Ausdauer und großem Einfühlungsvermögen leitet er seit 2016 die DSL-Selbsthilfegruppe in Nördlingen und ist außerdem Vizepräsident im Vorstand der 'Deutschen Schmerzliga'. Zugleich ist er Ansprechpartner für alle DSL-Selbsthilfegruppen im Süden und Westen Deutschlands und veranstaltet in beiden Regionen regelmäßig mehrtägige Workshops, Arbeitskreise und Informationsveranstaltungen. Damit bietet er nicht nur den Betroffenen, sondern auch deren Angehörigen sowie Pflegepersonal und Ärzten wertvolle Hilfestellung und Einblicke in das Leben und die Bedürfnisse von Menschen mit chronischen Schmerzen.
Dr. rer. pol. h. c. Frank-Jürgen Weise aus Nürnberg war von 2004 bis 2017 Vorstandvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit. In diese Zeit fielen die Neuordnung der Vorstandsbereiche wie auch eine der größten sozial- und arbeitsmarktpolitischen Reformen in Deutschland. Darüber hinaus ist ihm in seiner Amtszeit die Konsolidierung des Bundesagentur Haushalts von einem jährlichen Milliardendefizit zu einem Haushalt mit Überschuss gelungen – und das bei sinkendem Beitragssatz in der Arbeitslosenversicherung. Von 2015 bis Ende 2016 leitete er zudem das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Daneben engagierte sich Weise von 2013 bis 2017 im Vorstand des gemeinnützigen Vereins 'Der Deutschen Gesellschaft für Personalführung'. Dabei nahm er die Mitgliedsunternehmen immer wieder in die Pflicht, ihren Beitrag zur Integration zu leisten. Zehn Jahre lang engagierte er sich als Vorstandsvorsitzender der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung für die verschiedenen Schwerpunktbereiche. Darüber hinaus war Weise von 2017 bis 2021 Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe, eine der größten deutschen Hilfsorganisationen. In seiner Funktion unterstützte er die Organisation insbesondere auch durch die äußerst anspruchsvolle Zeit der Corona-Krise maßgeblich. Zudem ist Weise Mitglied des Johanniterordens und den Johannitern seit vielen Jahren eng verbunden.
Alexander Wilhelm aus Bamberg engagiert sich seit mehr als 20 Jahren mit viel Herzblut für die Freiwillige Feuerwehr Bamberg, insbesondere für deren Jugendbereich. Im Jahr 1998 trat Wilhelm in den Jugendbereich der Freiwilligen Feuerwehr Bamberg ein. 2010 übernahm er das Amt des Jugendfeuerwehrwarts. Wilhelm baute ein Team aus Stellvertretern und Jugendleitern auf, führte ein neues Ausbildungskonzept ein und konnte die Mitgliederzahl der Jugendfeuerwehr annähernd verdoppeln. Ehrgeizige Projekte konnte er 2019 und 2021 abschließen: Ein spendenfinanziertes Feuerwehrfahrzeug und ein fester Standort für die Jugendarbeit der Feuerwehr. Seit Dezember 2022 engagiert er sich auch als Bezirksjugendfeuerwehrwart für Oberfranken. Zudem ist er in seinem beruflichen Umfeld als Personalratsvorsitzender aktiv und seit 2021 Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes - Kreisausschuss Bamberg.
Das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt erhält:
Isolde Weinicke aus Erlangen, die 27 Jahre lang, von 1996 bis Anfang Oktober 2023, ehrenamtlich den Seniorinnen- und Seniorenkreis im Wohnstift Rathsberg in Erlangen organisierte und leitete. Ihr vorbildliches ehrenamtliches Wirken setzte zahlreiche Akzente und half in hohem Maße die Lebenssituation der Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnstifts Rathsberg nachhaltig zu verbessern.
Die Laudationes für die Geehrten liegen bei der Veranstaltung aus. Bilder der Aushändigung können ab 17:00 Uhr im Medienportal unter https://medien.innenministerium.bayern.de/ abgerufen werden.