+++ Der Bayerische Ministerrat hat heute beschlossen, dass an fünf Standorten Rettungshubschrauber perspektivisch auch über den Einbruch der Dunkelheit hinaus zur Versorgung von Notfallpatienten fliegen dürfen. In Bayreuth, Ochsenfurt, Ingolstadt, Kempten und Suben in Österreich werden die Betriebszeiten der Rettungshubschrauber auf Grundlage eines Gutachtens des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement nach einer Einführungsphase entsprechend erweitert. Bayerns Innenstaatssekretär Sandro Kirchner freut sich besonders über die Verbesserungen am Standort Ochsenfurt: "Mit der Ausweitung der Betriebszeiten im Ein-Schicht-Betrieb auf 7 bis 20:15 Uhr in den Wintermonaten und sogar 7 bis 21:45 Uhr in den Sommermonaten ermöglichen wir eine noch bessere Notfallversorgung in ganz Bayern. Auch für Unterfranken ist das ein großer Gewinn, denn vom Standort Ochsenfurt aus gewährleistet der Rettungshubschrauber 'Christoph 18' die flächendeckende Versorgung in Unterfranken und Teilen Mittelfrankens." +++
Insbesondere zu den Tagesrandzeiten hat 'Christoph 18' ein großes Einsatzpotential. "Zu diesen Zeiten ist der Anteil der Einsätze, bei denen der Rettungshubschrauber wegen Herzinfarkten oder Schlaganfällen eingesetzt wird, besonders hoch. Bei solchen spezifischen Notfällen zählt jede Sekunde, und die Luftrettung bietet hier einen entscheidenden Zeitvorteil im Gegensatz zu einem Rettungswagen. Patientinnen und Patienten mit solchen Erkrankungen profitieren zukünftig von den längeren Betriebszeiten des Hubschraubers deutlich", erklärte Kirchner. Zudem biete der Rettungshubschrauber 'Christoph 18' eine wichtige Ergänzung zum Intensivtransporthubschrauber aus Nürnberg, der auf gesicherten Landeplätzen bereits rund um die Uhr starten und landen kann.
Der Innenstaatssekretär betonte: "Die Kombination aus besserer Erreichbarkeit abgelegener Notfallorte, kürzeren Transportzeiten in Kliniken mit erweiterter Notfallversorgung und Entlastung der bodengebundenen Rettungsmittel wertet die Notfallversorgung in Unterfranken und im gesamten nordwestlichen Bayern enorm auf."