KIM - Kommunales aus dem Innenministerium
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration

Newsletter KIM - Ausgabe vom 10. März 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

unter dem Eindruck des Auftretens des „Corona-Virus“ in Deutschland hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Empfehlungen für angemessene Verfahrens- und Verhaltensweisen im Umgang insbesondere mit Großveranstaltungen ab 1.000 Teilnehmern ausgesprochen. Des Weiteren thematisiert der Bundesgesundheitsminister auch den Besuch von kleineren Veranstaltungen und privaten Feiern.

Der Krisenstab der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Haltung des Bundesgesundheitsministers und gibt dessen Empfehlungen hier im Wortlaut wieder:

„Seit letzter Woche Mittwoch ist das Virus in Deutschland. Unser oberstes Ziel ist es, seine Ausbreitung zu verlangsamen. Denn je langsamer sich das Virus verbreitet, desto besser kann unser Gesundheitssystem damit umgehen. Ein wichtiger Aspekt dabei sind Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern. Sie werden aus meiner Sicht immer noch zu zaghaft abgesagt. Angesichts der dynamischen Entwicklung der letzten Tage sollte das schnell geändert werden. Nach zahlreichen Gesprächen mit den Verantwortlichen ermuntere ich ausdrücklich, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern bis auf Weiteres abzusagen. Prinzipien für den Umgang mit kleineren Veranstaltungen hat das RKI entwickelt.

Ich bin mir bewusst, welche Folgen das für die Bürgerinnen und Bürger oder Veranstalter hat. Wir werden in den nächsten Tagen darüber sprechen, wie wir mit den wirtschaftlichen Folgen umgehen. Klar ist aber: Unsere Gesundheit geht vor. Ich ermuntere auch jeden Einzelnen: Wägen Sie ab, was Ihnen im eigenen Alltag so wichtig ist, dass Sie darauf in den nächsten zwei bis drei Monaten nicht verzichten wollen – sei es ein Clubbesuch, die Geburtstagsfeier im familiären Kreis oder die Vereinssitzung. Ich vertraue darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger in diesen Zeiten kluge Entscheidungen für sich und ihre Liebsten treffen. Denn wir schützen mit dieser Vorsicht vor allem unsere älteren und chronisch kranken Mitbürger.“

 

Liebe Leserinnen und Leser,

natürlich sind die für Ihre kommunale Behörde oder Stelle Verantwortlichen Ihre zuständigen Ansprechpartner vor Ort für den Gesundheitsschutz und damit auch für den Schutz vor einer Corona-Infektion. Gleichwohl möchten wir Ihnen – rein informatorisch – die Hinweise nicht vorenthalten, die wir den Bediensteten im Geschäftsbereich des StMI über die einschlägigen Newsletter gegeben haben. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wir auf der Grundlage der vom Krisenstab der Staatsregierung gegebenen Handlungsempfehlungen dringend gebeten, Folgendes zu beachten:

1. Hinweis auf die allgemeinen Hygieneempfehlungen

Die üblichen Hygieneempfehlungen schützen auch vor einer Infektion mit dem neuen Coronavirus:

  • Abstand halten und engen Kontakt mit offensichtlich erkrankten Personen meiden.
  • Verzicht auf freundlichen Händedruck zur Begrüßung und Verabschiedung.
  • Häufiges Händewaschen mit Seife.
  • Benutzen von Einmaltaschentüchern auch zum Husten und Niesen, alternativ: Niesen oder Husten in die Ellenbeuge.

2. Umgang mit Rückkehrern aus Risikogebieten ohne Krankheitssymptome

Für Erwachsene, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten haben und keine Krankheitssymptome aufweisen, ist ein Ausschluss von der Arbeit bzw. vom Dienst nicht geboten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Freistaats Bayern werden jedoch verpflichtet, nach der Rückkehr umgehend ihre Vorgesetzten darüber zu informieren, dass sie – die Mitarbeiter – sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Den anderen Dienstherren wird empfohlen, ebenso zu verfahren.

Bei Auftreten von Krankheitssymptomen sollten die Betroffenen zu Hause bleiben und sich telefonisch mit dem Hausarzt oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst in Verbindung setzen.

3. Dienstreisen

Dienstreisen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Freistaats Bayern in Risikogebiete werden nur genehmigt, wenn zwingende Gründe dafür vorliegen. Den anderen Dienstherren wird empfohlen, ebenso zu verfahren.

Mit besten Grüßen

Ihr
Joachim Herrmann, MdL
Joachim Herrmann, MdL
Staatsminister

Ihr
Gerhard Eck, MdL
Gerhard Eck, MdL
Staatssekretär


Unsere Themen

  • Symbolbild Coronavirus
    © Bayerisches Innenministerium

    Schutzmaßnahmen zum Coronavirus

    Um eine weitere Ausbreitung so weit wie möglich zu verhindern, bitten wir Sie dringend, insbesondere die Hygieneempfehlungen zu beachten und diese auch im privaten Umfeld anzuwenden. Selbstverständlich werden Sie über weitere wesentliche Ergebnisse aus dem Krisenstab informiert. Allgemeine Informationen entnehmen Sie bitte der Internetseite des Robert Koch-Instituts unter www.rki.de

     

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