Kanute Tobias Kargl ist Spitzensportler bei der Bayerischen Polizei.
© Bayerische Bereitschaftspolizei

Leistungssport

Während die Förderung des Spitzensports aufgrund seiner repräsentativen Wirkung im internationalen Umfeld in die sogenannte Bundeskompetenz „kraft Natur der Sache“ fällt, liegt die Förderkompetenz für den Nachwuchsleistungssport in der Zuständigkeit der Länder. Eine enge Verzahnung zwischen Nachwuchsleistungssport und spitzensportlicher Förderung ist hierbei unverzichtbar.

Nachwuchsleistungssport und Spitzensport

Spitzensport ist ohne eine strukturierte und auf die Spitzensportförderung des Bundes ausgerichtete Förderung des Nachwuchsleistungssports durch die Länder nicht möglich. Deswegen sind die Zuständigkeiten im Rahmen der Leistungssportförderung an der Schnittstelle zwischen Spitzensport (für den auf verbandlicher Ebene die Bundessportfachverbände, sogenannte Spitzenverbände, zuständig sind) und dem Nachwuchsleistungssport (Landessportfachverbände) eng verzahnt.

Bei den Sport-Kadern sind die A- bis C-Kader Bundeskader. Der D-Kader ist ein Landeskader. Die Verzahnung der beiden Bereiche erfolgt im sogenannten D/C-Kader, der den Übergang von dem Bereich der D-Kader auf Landesebene in die A-C-Kader auf Bundesebene darstellt. An dieser Stelle wirken Bund und Länder auch und vor allem in der Förderung investiver Maßnahmen an leistungssportlichen Trainingsstätten zusammen. Bei der Bemessung der Finanzierungsanteile wird die Verteilung von Bundes- und Landesinteressen an der geplanten Nutzung im Rahmen der oben genannten Kompetenzverteilung zugrunde gelegt.

Im Rahmen der Nachwuchsleistungssportförderung legen Bund und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) großes Gewicht darauf, die Länder zu einer Berücksichtigung der Förderstrukturen auf Bundesebene zu bewegen, um eine kontinuierliche und die Schwerpunktsetzungen der Bundesförderung unterstützende und damit auch den spitzensportlichen Erfolg optimierende Förderung des Nachwuchsleistungssports durch die Länder sicherzustellen.

Olympischer, Paralympischer und Nichtolympischer Sport

Die Olympischen Spiele sind zweifellos das bekannteste Sportereignis der Welt. Sie erfahren weltweit die höchste Aufmerksamkeit und stehen im Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung. Der Begriff des Paralympischen Sports bezeichnet den Leistungssport und Spitzensport für Menschen mit Behinderung. Eine Bewerbung um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele ist immer nur gemeinsam möglich. Der Bereich des nicht-olympischen Sports erfährt bei weitem nicht die mediale Aufmerksamkeit, die er auf Grund seiner Vielfalt und Bedeutung in der Sportlandschaft Bayerns eigentlich verdient hätte.

Duale Karriere

Biathletin Theresa Jost beim Wettkampf
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Eine der größten Herausforderungen für Nachwuchsleistungssportler liegt in der Notwendigkeit, neben den hohen Anforderungen des Leistungssports zugleich auch den Ansprüchen einer (schulischen) Ausbildung gerecht zu werden. Daher gibt es viele Möglichkeiten einer dualen Karriere.

Die Bayerische Polizei bietet für herausragende Athleten die Möglichkeit, Sport und Beruf miteinander zu vereinbaren. Die zeitlich gestreckte Polizeiausbildung bietet genügend Spielraum für eine erstklassige Sportkarriere. Mit dem neuen Konzept leistet das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr einen entscheidenden Beitrag bei der Förderung von bayerischen Nachwuchsathleten.

Darüber hinaus hält der Freistaat Bayern im Zuständigkeitsbereich des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst sogenannte Schule-Leistungsportverbundsysteme vor, die die organisatorische Harmonisierung schulischer und leistungssportlicher Anforderungen ermöglichen.

Förderung leistungssportlicher Trainingsstätten

Der Freistaat Bayern fördert bauliche Maßnahmen an leistungssportlichen Trainingsstätten, den Einsatz von Trainern für den Nachwuchsleistungssport, die Beschaffung von Sportgroßgeräten an Nachwuchsleistungszentren und Maßnahmen im Bereich der Talentförderung sowie des Lehrgangswesens im Rahmen der nachwuchsleistungssportlichen Ausbildung und legt dabei ganz wesentlich die Kriterien der Bundesförderung zugrunde. Dies ist auch sinnvoll, da eine Nachwuchsförderung nur dort zweckmäßig ist, wo der Nachwuchs durch entsprechende Förderung der Spitzenverbände kontinuierlich weiter optimal betreut werden kann. Detaillierte Zahlen zur Förderung im Leistungssport finden Sie unter Daten und Fakten.

Förderung von Veranstaltungen

Der Freistaat Bayern fördert spitzensportliche Ereignisse. Sie sind nicht nur ein Anziehungsmagnet für Gäste aus dem In- und Ausland, sondern auch für die Sportlerinnen und Sportler ganz besondere Erlebnisse.