Dopingbekämpfung

Der Sport - nicht zuletzt der Spitzensport - lebt von seinem positiven Image, das wiederum wesentlich auf den olympischen Werten „Leistung, Fairness und Respekt“ fußt. Auf dieser Grundlage dienen Spitzensportler als Vorbilder und begeistert der Sport die Massen. Doping ist damit unvereinbar.

Kampf gegen Imageverlust

Verliert der Sport seine ethische Grundorientierung, verstößt er wiederholt gegen die von ihm selbst reklamierten Werte, dann droht der Sport auch seine positiven gesellschaftlichen Wirkungen, seine Vorbildstellung und nicht zuletzt sein positives Image zu verlieren. Die Wahrung der Integrität des Sports ist daher von zentraler Bedeutung - auch für den Sport selbst. Der Kampf gegen Doping spielt hierbei eine wesentliche Rolle.

Wichtige Schritte im Kampf gegen Doping sind in Deutschland und Bayern in den zurückliegenden Jahren bereits erfolgt: Im Jahr 2002 wurde die Stiftung Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) ins Leben gerufen, die als unabhängige Organisation die Dopingbekämpfung in Deutschland federführend steuert.

Gemeinsam gegen Doping

Mit dem im Jahr 2009 verabschiedeten Nationalen Dopingpräventionsplan (NDPP) wurde eine gemeinsame Grundlage von Bund, Ländern, dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und NADA geschaffen, um Vorhaben zur Dopingprävention koordiniert und zielgenau umzusetzen. Das zentrale Ziel des NDPP ist die Optimierung der Dopingpräventionsarbeit durch die Schaffung eines bundesweiten Netzwerkes und die optimale Nutzung vorhandener Ressourcen durch Abstimmung, Bündelung und Vernetzung von Dopingpräventionsprojekten.

Grundlage für Strafverfolgung

Neben einem funktionierenden Dopingkontrollsystem und effektiver Dopingprävention muss sich eine erfolgreiche Dopingbekämpfung aber auch auf eine konsequente Verfolgung von Dopingdelikten und deren rechtliche Ahndung stützen. Hierfür gilt es eine geeignete strafrechtliche Grundlage zu schaffen, die eine effektivere staatliche Strafverfolgung bei Dopingvergehen ermöglicht. Unter anderem ist auch die uneingeschränkte Besitzstrafbarkeit von Dopingmitteln in Betracht zu ziehen. Zugleich ist darauf zu achten, dass eine gesetzliche Regelung weder die verfassungsrechtlich garantierte Autonomie des Sports unzulässig einschränkt, noch die Funktionsfähigkeit der Sportgerichtsbarkeit beeinträchtigt.