Unfallkommission bei der Unfallanalyse
© Bayerische Straßenbauverwaltung

Unfallkommissionen

Für das Straßennetz der Bayerischen Straßenbauverwaltung (Autobahnen, Bundes-, Staatsstraßen und ein Teil der Kreisstraßen) sind 107 örtliche Unfallkommissionen tätig.

Ausschnitt einer digitalen Unfallkarte mit unfallauffälligen Straßenbereichen
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Sie setzen sich aus Vertretern der Polizeidienststellen, der Verkehrsbehörden und der Staatlichen Bauämter zusammen.

Die Unfallkommissionen werden bei ihrer Arbeit durch die Bezirksregierungen und Polizeipräsidien sowie landesweit durch das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr unterstützt. Die Unfallkommission führt als Expertengremium vor Ort an jedem unfallauffälligen Straßenbereich detaillierte Analysen durch. Falls erforderlich, ergreift sie gezielte Abhilfemaßnahmen in ihrem Zuständigkeitsbereich, um die Unfallzahlen dort zu senken.

Beispiel: Änderung der Knotenpunktform - zum Kreisverkehr umbauen vorher
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Die Zentralstelle für Verkehrssicherheit im Straßenbau analysiert alle polizeilich aufgenommenen Verkehrsunfälle in Bayern und erzeugt daraus digitale Unfallkarten.

Alle drei Jahre werden die Unfälle nach festgelegten Kriterien zu unfallauffälligen Straßenbereichen zusammengefasst. Obwohl diese Stellen zusammen nur vier Prozent des Straßennetzes einnehmen, liegt darin etwa ein Drittel aller schweren Unfälle.

Beispiel: Änderung der Knotenpunktform - zum Kreisverkehr umbauen nachher
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In den vergangenen zehn Jahren haben die bayerischen Unfallkommissionen dafür gesorgt, dass an rund 2.900 unfallauffälligen Straßenbereichen 7.700 Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von 430 Millionen Euro verwirklicht wurden.

Seit der Einführung der Unfallkommissionen im Jahr 2000 sind die schweren Unfälle insbesondere auf außerörtlichen Straßen deutlich zurückgegangen. Der volkswirtschaftliche Nutzen der ausgeführten Maßnahmen übersteigt deren Kosten um mehr als das Zwölffache.