Innenminister Herrmann händigt Bundesverdienstkreuz und Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten aus

München, 10. Oktober 2016 (stmi). Innenminister Herrmann hat das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse an Dr. Jörg Michael Koppenhöfer und Simon Wittmann, sowie das Bundesverdienstkreuz am Bande an Josef Beier ausgehändigt. Johann Schwepfinger wurde mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt ausgezeichnet.

Innenminister Joachim Herrmann überreicht das Bundesverdienstkreuz und das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten am 10. Oktober 2016 in München (v.l.: Dr. Jörg Michael Koppenhöfer, Simon Wittmann, Innenminister Joachim Herrmann, Josef Beier, Johann Schwepfinger)
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Mit seinen Ordensverleihungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst. Der Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitaiven Bereich.

Bundesverdienstkreuz 1. Klasse

Dr. Jörg Michael Koppenhöfer (76) aus Brunnthal, Landkreis München

Innenminister Joachim Herrmann überreicht das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse an Dr. Jörg Michael Koppenhöfer am 10. Oktober 2016 in München
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Dr. Jörg Koppenhöfer ist seit 2004 eines von nur sechs Ehrenmitgliedern des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. Von 1975 bis 2003 war  er hauptamtlicher Vorstand der „Wilhelm-Sander-Stiftung“. Seit 2003 ist er Vorsitzender des Stiftungsrates. Seit über 20 Jahren ist er zudem ehrenamtlich als Rechnungsprüfer für den Bundesverband Deutscher Stiftungen tätig und seit 1987 auch noch in seinem Beirat. Besonders erwähnenswert ist das Engagement für einzelne Projekte des Bundesverbandes, so zum Beispiel für das Projekt „Stifterland Bayern“. Als Mitglied des Beirats der Deutschen Stiftungsakademie half er ehrenamtlich beim Aufbau der Stiftungsakademie und begleitete die Weiterbildungsorganisation über 12 Jahre sowohl als Beiratsmitglied als auch als ehrenamtlicher Rechnungsprüfer. Seit 1991 ist Koppenhöfer ehrenamtliches Mitglied der „Ernst und Berta Grimmke-Stiftung“ zur Förderung der medizinischen Wissenschaft auf den Gebieten der Augen- und Herzkrankheiten. Ab 1999 war er ehrenamtliches Mitglied, von 2012 bis 2015 ehrenamtlicher Vorsitzender des Landesausschusses für das Stiftungswesen. Nicht zuletzt war er von 2006 bis Dezember 2015 Mitglied des Wirtschaftsbeirates der „Congregatio Jesu".

Simon Wittmann (68) aus Tännesberg, Landkreis Neustadt a.d.Waldnaab

Innenminister Joachim Herrmann überreicht das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse an Simon Wittmann am 10. Oktober 2016 in München
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Simon Wittmann war fast 20 Jahre Landrat des Landkreises Neustadt a.d.Waldnaab. Er organisierte das Regionalmanagement und -marketing und die Gründung des Vereins „Forum Neustadt Plus“ für die Landkreise Neustadt a.d.Waldnaab und Tirschenreuth sowie der Stadt Weiden i.d.OPf., seit 2013 auch mit dem Nachbarlandkreis Schwandorf. Damit ist das Gebiet der Regionalvermarktung deckungsgleich mit der Tourismusregion Oberpfälzer Wald.  Er erarbeitete ein Konzept zur zukunftsorientierten Seniorenpolitik und stellte mit der Neuausrichtung des Vereins „Forum Neustadt Plus e. V.“ die Weichen für die weitere Unterstützung zahlreicher Projekte in der EU-Förderperiode 2014 bis 2020. Sein jahrzehntelanges, außerordentliches Engagement galt daneben der Naturparkarbeit. Durch die gezielte Entwicklung des Landkreises als „Radregion“ konnte Wittmann dem Tourismus eine weitere, solide Grundlage verschaffen. Nicht zuletzt hat er  maßgebend zur Gründung der „Tourismus-Arbeitsgemeinschaft Oberpfälzer Wald“ und zur Bündelung der Ferienregion unter der Dachmarke „Oberpfälzer Wald“ beigetragen.

Bundesverdienstkreuz am Bande

Josef Beier (64) aus Wettstetten, Landkreis Eichstätt

Innenminister Joachim Herrmann überreicht das Bundesverdienstkreuz am Bande an Josef Beier am 10. Oktober 2016 in München
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Josef Beier ist seit 1981 bei der zivilen Kampfmittelbeseitigung im Dienste des Freistaates Bayern tätig und hat wesentlich dazu beigetragen, Kampfmittel und Munition aus den beiden Weltkriegen ausfindig zu machen, diese zu bergen und unschädlich zu machen, darunter auch chemische Kampfstoffe. Seit fast zehn Jahren ist er Leiter der Betriebsstätte Ingolstadt im Fort Prinz Karl des Sprengkommandos München, in dem insbesondere Munition vernichtet wird und auch größere Munitionsgegenstände wie Bombenblindgänger zerlegt werden. Im April 2010 wurde ihm die Leitung des Sprengkommandos München übertragen. Beier wirkte an der Entschärfung von über 400 Bomben mit, führte sie selbst durch und vernichtete unzählige Tonnen Munition besonders gefährlicher Art. Daneben leistet er noch unzählige Wochenend-, Feiertags- und Nachteinsätze. Er setzt alles daran, dass kurzfristig gestoppte Arbeiten im Bereich von Verkehrswegen und Gebäuden nach der Beseitigung von Kampfmittelfunden schnell wieder aufgenommen werden können. So können oft erhebliche Kosten eingespart werden.

Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten

Das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten wird seit 1994 als ehrende Anerkennung für langjährige hervorragende ehrenamtliche Tätigkeit verliehen. Es erhalten Personen, die sich durch aktive Tätigkeit in Vereinen, Organisationen und sonstigen Gemeinschaften mit kulturellen, sportlichen, sozialen oder anderen gemeinnützigen Zielen hervorragende Verdienste erworben haben. Die Verdienste sollen vorrangig im örtlichen Bereich erbracht worden sein und in der Regel mindestens 15 Jahre umfassen.

Johann Schwepfinger (71) aus München

Innenminister Joachim Herrmann überreicht das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten an Johann Schwepfinger am 10. Oktober 2016 in München
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Johann Schwepfinger ist für die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk sowie die zum THW zugehörigen Vereine und Gremien bundesweit aktiv und engagiert sich seit 1966 ehrenamtlich für das THW.  Von 1974 bis 2006 war er hauptamtlich bei der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk beschäftigt. Seit 1972 engagiert er  sich  beim Internationalen PresseClub bzw. Presseclub München e.V., wo er 2002 in den Vorstand gewählt wurde. Er gehört zu den Mitbegründern des Forums Deutscher PresseClub, einem losen Zusammenschluss der Presseclubs Deutschlands, und ist Mitglied im Journalistenverband. Im Tutorenprogramm des PresseClubs fördert er den journalistischen Nachwuchs. Für das Bayerische Rote Kreuz hat er bei Veranstaltungen  professionell fotografiert und die Bilder kostenfrei zur Verfügung gestellt. Über Jahrzehnte hinweg begleitet Schwepfinger ehrenamtlich behinderte und kranke Menschen bei Pilgerfahrten nach Lourdes. Er ist auch Pressebeauftragter im Verein „Historische Magirus Feuerwehrtechnik e.V.". Bei der Branddirektion der Landeshauptstadt München war und ist er als begeisterter Fotograf bekannt.