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Eck bei Tag der Verkehrssicherheit

München, 20.06.2015

Rücksicht schafft Sicherheit - Bayerns Innen- und Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck beim Tag der Verkehrssicherheit: Weiterer Ausbau der Schulwegdienste in Bayern - Mehr Schulweghelfer auch nachmittags und abends - Vorbildfunktion der Eltern

+++ Bayerns Innen- und Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck hat heute bei einer Veranstaltung zum bundesweiten 'Tag der Verkehrssicherheit' am Münchner Odeonsplatz einen weiteren Ausbau der Schulwegdienste angekündigt. "Außerdem wollen wir unsere Schulweghelfer noch punktgenauer einsetzen, vor allem nachmittags und abends", erläuterte Eck. Er appellierte, dass sich möglichst viele Bürger tatkräftig für einen sicheren Schulweg einsetzen. "Unser Ziel ist: Möglichst keine getöteten oder verletzten Kinder auf dem Schulweg!" +++

Die heutige Veranstaltung am Münchner Odeonsplatz ist der Mittelpunkt des bundesweit vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat initiierten Tages der Verkehrssicherheit, der an jedem dritten Samstag im Juni stattfindet. Unter dem Motto 'Rücksicht schafft Sicherheit' informierten Berufsgenossenschaften und Unfallkassen sowie weitere Partner der Verkehrssicherheit mit einem vielfältigen Unterhaltungsprogramm über die Risiken des Straßenverkehrs.

Wie der Verkehrsstaatssekretär erläuterte, werde mit den zusätzlichen Schulwegdiensten auf den zunehmenden Ganztagsunterricht in Bayern mitsamt Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag und Abend reagiert. "Mehr als 30.700 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben sich letztes Jahr in Bayern als Schülerlotsen, Schulweghelfer, Schulbuslotsen und -begleiter tagtäglich für die Sicherheit unserer Schulkinder engagiert", so Eck. "Damit war deutschlandweit gesehen etwa jeder zweite Schulweghelfer in Bayern im Einsatz."

In den letzten Jahrzehnten war es laut Eck gelungen, die Schulwegsicherheit in Bayern ganz entscheidend zu verbessern. Mitte der 70-iger Jahre kamen noch bis zu 35 Kinder in Bayern auf ihrem Schulweg zu Tode. "Wir müssen den täglichen Schulweg aber noch sicherer  machen." So ereigneten sich 2014 in Bayern insgesamt 689 Schulwegunfälle (2013: 682) mit 757 verletzten Schülerinnen und Schülern (2013: 760). Dabei kamen im letzten Jahr tragischerweise drei Kinder ums Leben. In den beiden Vorjahren war jeweils nur ein einziger tödlicher Schulwegunfall zu verzeichnen. Rund 14 Prozent der Schulwegunfälle ereigneten sich zwischen 14:00 und 20:00 Uhr. 2015 kam es bis Anfang Mai 178 Schulwegunfällen mit 197 verletzten Schülerinnen und Schülern. Einen tödlichen Schulwegunfall gab es in diesem Jahr in Bayern bislang nicht.

Wie Eck weiter ausführte, gibt es in Bayern neben den Schulwegdiensten eine Reihe weiterer Unterstützungsangebote für ABC-Schützen. Beispielsweise bieten Schulwegpläne für Eltern wertvolle Hinweise und machen auf gefährliche Stellen oder Strecken aufmerksam. Außerdem richtete Eck die dringende Bitte an die Eltern, bei Fahrten zur Schule gerade vor den Schulgebäuden unbedingt die Verkehrs- und Parkregelungen zu beachten. Das Halten oder Parken in zweiter oder dritter Reihe sei für die eigenen und auch die anderen Kinder eine lebensbedrohende Gefahr, weil sie so nicht oder zu spät gesehen werden.

"Ganz wichtige Beiträge erbringt auch unsere Polizei durch Sicherheitstrainings und die flächendeckende Verkehrserziehung in den Jugendverkehrsschulen", ergänzte der Verkehrsstaatssekretär mit Blick auf die rund 380 polizeilichen Verkehrserzieher. Im vergangenen Schuljahr wurden nach den Angaben Ecks mehr als 108.000 Schülerinnen und Schüler geschult, also nahezu jeder bayerische Viertklässler. "Zudem gibt es beispielsweise auch spezielle Trainings für Schulbusfahrer durch die Gemeinschaftsaktion 'Sicher zur Schule – Sicher nach Hause'", erklärte Eck.