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25 Jahre Frauen in Uniform

München, 27.02.2015

25 Jahre Frauen in Uniform bei der Bayerischen Polizei - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zum Jubiläum: Große Bereicherung quer durch alle Arbeitsbereiche - Frauenanteil durch gezielte Nachwuchswerbung und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter erhöhen - Zum 1. März 2015 110 neue Kolleginnen

+++ 25 Jahre Frauen in Uniform bei der Bayerischen Polizei – für Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ist das eine Erfolgsgeschichte. "Unsere Kolleginnen bei der Bayerischen Polizei sind eine wahre Bereicherung", betonte Herrmann zum Jubiläum. Die heutige Polizeiarbeit verlange mehr denn je Organisationstalent, Flexibilität, Belastbarkeit, Teamfähigkeit und Kommunikationsfreude. Das seien laut Herrmann alles Eigenschaften, die gerade bei den Kolleginnen zu finden sind. Für den obersten Dienstherrn der Bayerischen Polizei steht fest: "Sei es im Streifendienst, bei der Kriminalpolizei oder als Führungskräfte – unsere rund 5.000 bayerischen Polizistinnen leisten eine hervorragende Arbeit." Aktuell werden zum 1. März 2015 insgesamt 110 Frauen bei der Bayerischen Polizei neu eingestellt. +++

Zum 1. März 1990 wurden die ersten Frauen in den uniformierten Polizeivollzugsdienst bei der Bayerischen Polizei eingestellt. Zuvor war der Zugang für Frauen nur in geringem Umfang im Kriminaldienst der Polizei möglich. Aktuell sind unter den insgesamt etwa 30.300 Polizeivollzugsbeamten rund 5.000 Frauen, davon 3.720 in der 2. Qualifikationsebene (mittlerer Dienst) und 1.210 in der 3. Qualifikationsebene (gehobener Dienst). Inzwischen liegt der Frauenanteil bei den Einstellungen in etwa zwischen 25 Prozent (2. Qualifikationsebene) und 35 Prozent (3. Qualifikationsebene). Für Polizeibewerberinnen und Polizeibewerber gilt es dabei im Einstellungstest in gleichem Maße, die besonderen physischen und psychischen Anforderungen an den Polizeiberuf zu erfüllen, so zum Beispiel im Sprach- und Grundfähigkeitstest, bei der Bewertung der gesundheitlichen Eignung oder geschlechtsspezifisch im Sporttest.

Herrmann möchte den Frauenanteil bei der Bayerischen Polizei von derzeit 16 Prozent noch weiter erhöhen. "Beispielsweise werden wir bei der Nachwuchswerbung noch gezielter Schülerinnen und junge Frauen ansprechen", erläuterte der Innenminister mit Blick auf eine große Werbeoffensive, die derzeit vorbereitet wird. "Denn die Bayerische Polizei bietet auch Kolleginnen ein sehr interessantes Arbeitsspektrum mit einer unvergleichlichen Bandbreite an Tätigkeitsfeldern." Außerdem gebe es laut Herrmann hervorragende Aufstiegschancen. Als Beispiele nannte der Innenminister die scheidende Präsidentin des Polizeipräsidiums Unterfranken, Liliane Matthes, die Vizepräsidentin des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz, Dr. Claudia Strößner, und die Vizepräsidentin des Bayerischen Landeskriminalamts, Petra Sandles.

Zusätzlich möchte Herrmann die Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch weiter verbessern. "Schon seit Jahren gehören zu unserer familienfreundlichen Personalpolitik als moderner Arbeitgeber beispielsweise individuelle Arbeitszeitmodelle und flexible Schichtdienstmodelle", erläuterte Herrmann. "Auch haben wir für Ausfallzeiten von Polizistinnen - seien es Schwangerschaft, Mutterschutz oder Elternzeit - zusätzliche Stellen als sogenannte 'mobile Reserve' geschaffen." Darüber hinaus wurden in den letzten drei Jahren in mehreren bayerischen Städten Kinderbetreuungseinrichtungen für Kinder von Polizeibediensteten geschaffen. Dazu kommen spezielle Kinderbetreuungsangebote für die Zeit des G7-Gipfels sowie zusätzliche Unterstützungsangebote für Eltern- oder Pflegezeiten. "Außerdem richten wir zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Einzelfall Telearbeitsplätze oder sogenannte 'Eltern-Kind-Büros' ein", ergänzte Herrmann.