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Werkzeug und Materialien zur Spurensicherung © www.polizei-beratung.de

Werkzeug und Materialien zur Spurensicherung

Kriminalitätsbekämpfung

Die Bayerische Polizei stand gerade im zurückliegenden Jahr insbesondere durch Großeinsätze  rund um den G7-Gipfel, die Flüchtlingsströme und die anhaltende Terrorgefahr vor immensen  Herausforderungen.

Die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) ist ein wichtiger Indikator für die Innere Sicherheit in einem Bundesland und wird in Bayern jährlich vom Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr für das vergangene Kalenderjahr veröffentlicht. Gleichzeitig dient sie als Kompass für das weitere polizeiliche Handeln.

Die Flüchtlingssituation spiegelte sich auch in der Polizeilichen Kriminalstatistik wider. Allein in Folge des Grenzübertritts von Flüchtlingen wurden im zurückliegenden Jahr in Bayern 211.016 Verstöße nach dem Ausländerrecht festgestellt. Das ist mehr als ein Viertel aller in Bayern registrierten Straftaten. Allein deshalb ist die Gesamtzahl der erfassten Straftaten um 155.047 auf 805.915 Delikte im Jahr 2015 gestiegen. Rechnet man diese ausländerrechtlichen Delikte heraus, ist ein Rückgang der Gesamtkriminalität um 2,1% zu verzeichnen.

Die Kriminalitätsbelastung, also die Zahl der Straftaten auf 100.000 Einwohner, liegt in Folge der gestiegenen Fallzahlen - bereinigt um Straftaten nach dem Ausländerrecht -  bei 4.687, mit ausländer- und aufenthaltsrechtlichen Verstößen bei 6.350, und damit 2,8% unter dem bereinigten Wert aus dem Jahr 2014. Die bereinigte Aufklärungsquote hat sich ebenso leicht um knapp einen Prozentpunkt auf 62,8% im Vergleich zum Vorjahr verbessert. 

Besonders hervorzuheben sind die im Bereich des Wohnungseinbruchsdiebstahls aufgrund des ganzheitlichen Maßnahmenkonzeptes der Bayerischen Polizei erzielten Erfolge. Nach jahrelangem Anstieg der Fallzahlen zeichnete sich für 2015 eine moderate Entspannung durch rückläufige Fallzahlen um insgesamt 730 Delikte ab. Insgesamt wurden 7.480 Delikte registriert und damit 8,9 % weniger als im Jahr 2014. Die Aufklärungsquote konnte weiter verbessert werden und liegt nun bei 15,9 % (2014: 15,1 %). Ebenso erfreulich ist in diesem Zusammenhang der Rückgang der Schadenssumme um 28,5 % von 33,3 Millionen Euro im Jahr 2014 auf 23,8 Millionen Euro im Jahr 2015. Gleichwohl sind es oftmals die immateriellen Schäden, unter denen die Opfer jahrelang leiden. Dank unseres hohen Fahndungsdrucks konnte die Bayerische Polizei im Jahr 2015 insgesamt 893 Wohnungseinbrecher festnehmen. 

Trotz der erhöhten Einsatzbelastung im vergangenen Jahr konnten wir dank der ausgezeichneten Arbeit unserer 41.370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das hohe Niveau an Innerer Sicherheit halten. Auch im Jahr 2015 hieß es erneut: "In Bayern leben, heißt sicherer leben!"

Unsere hoch motivierte sowie bestens ausgebildete und ausgerüstete Polizei gewährleistet Schutz und Sicherheit rund um die Uhr und reagiert umgehend auf neue Kriminalitätsphänomene. Hierzu zählen ganz aktuell

  • die Bekämpfung des internationalen, insbesondere islamistischen Terrorismus,
  • die Bekämpfung der Wohnungseinbruchkriminalität, die weiterhin ein zentrales Handlungsfeld polizeilicher Arbeit bildet und erheblichen Einfluss auf das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung hat,
  • die Kriminalität im Kontext der anhaltend hohen Zuwanderung in unser Land,
  • die dynamische Entwicklung im Bereich der Cyberkriminalität, bei der die Täter bewusst die Anonymität des Internets ausnutzen,
  • die Kriminalität durch international agierende organisierte Banden in allen Ausprägungen,
  • die hochgefährliche Droge „Crystal-Meth“ sowie der Trend zu sogenannten "Legal-Highs" innerhalb der Rauschgiftszene, 
  • die Gewaltbereitschaft, sehr oft ausgelöst durch übermäßigen Alkoholkonsum sowie
  • das Thema „Fußball und Gewalt“, das stark in den Fokus öffentlicher Diskussionen gerückt ist.

Diesen und allen anderen Erscheinungsformen der Kriminalität begegnet die Bayerische Polizei konsequent unter Einsatz aller zur Verfügung stehenden personellen, materiellen und rechtlichen Mittel. Sie setzt dabei auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit anderen Behörden und Institutionen und kann auf ein hervorragendes - auch internationales - Netzwerk der Kommunikation, Kooperation und Koordination zurückgreifen.

Durch breitenwirksame Präventionsmaßnahmen setzt die Polizei alles daran, dass Straftaten erst gar nicht geschehen, damit Bürgerinnen und Bürger in Bayern sicherer leben als anderswo.