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Luftrettung

Neben einem gut ausgebauten und leistungsstarken Netz im bodengebundenen Rettungsdienst ist die Luftrettung ein wichtiger Bestandteil des Rettungsdienstes in Bayern.

Rettungshubschrauber der ADAC Luftrettung © ADAC Presse

In den Flächenländern sind die Transportwege und -zeiten zwischen den Einsatzorten und geeigneten Krankenhäusern für die weitere Behandlung häufig entscheidend für die Genesung von Notfallpatienten. Vor allem in strukturschwächeren Einsatzregionen kommt daher der Luftrettung eine mehr als nur ergänzende Funktion zum Landrettungsdienst zu.

Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr legt in Abstimmung mit den Sozialversicherungsträgern die Versorgungsstruktur für die Luftrettung fest. In Bayern werden 15 Rettungshubschrauber betrieben. Elf Rettungstransporthubschrauber (RTH) werden vorrangig für die luftgebundene Notfallrettung und vier Intensivtransporthubschrauber (ITH) vorrangig für den luftgebundenen Patiententransport vorgehalten.

  • RTH Christoph 1, stationiert in München
  • RTH Christoph 14, stationiert in Traunstein
  • RTH Christoph 15, stationiert in Straubing
  • RTH Christoph 17, stationiert in Kempten
  • RTH Christoph 18, stationiert in Ochsenfurt
  • RTH Christoph 20, stationiert in Bayreuth
  • RTH Christoph 27, stationiert in Nürnberg
  • RTH Christoph 32, stationiert in Ingolstadt
  • RTH Christoph 40, stationiert in Augsburg
  • RTH Christoph 65, stationiert in Dinkelsbühl-Sinbronn
  • RTH Christoph 80, stationiert in Weiden i.d.OPf.
  • ITH Christoph München
  • ITH Christoph Nürnberg
  • ITH Christoph Murnau
  • ITH Christoph Regensburg
Zivilschutz-Hubschrauber © Christoph 14

 

Jeder Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, in dessen Dienstbereich sich eine Rettungshubschrauberstation befindet, beauftragt einen geeigneten Unternehmer, den Luftrettungsdienst an diesem Rettungshubschrauberstandort durchzuführen. 

 

Die Betreiber sind:

  • die ADAC-Luftrettung gGmbH (RTH Christoph 1, 15, 18, 20, 32, 40, 65 und ITH Christoph Murnau) sowie
  • die DRF Stiftung Luftrettung gAG (RTH Christoph 27, 80 und ITH Christoph München, Nürnberg und Regensburg).
  • Die RTH Christoph 14 und 17 sind Zivilschutz-Hubschrauber des Bundes, für die die Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim die Piloten stellt und die Landesgeschäftsstelle des Bayerischen Roten Kreuzes die Aufgaben des Durchführenden nach dem Bayerischen Rettungsdienstgesetz wahrnimmt.
Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung © DRF Luftrettung

Alle Rettungstransporthubschrauber sowie der ITH Christoph Murnau sind regelmäßig in der Zeit von 7 Uhr bis Sonnenuntergang in Betrieb.

Die Intensivtransporthubschrauber an den Standorten in München, Nürnberg und Regensburg werden im 24-Stunden-Betrieb vorgehalten.

Die Rettungshubschrauber haben in der Notfallrettung einen regelmäßigen Einsatzradius von 60 Kilometern und werden unabhängig von den Grenzen der Rettungsdienstbereiche eingesetzt.

Der Einsatzbereich der Intensivtransporthubschrauber für Patientenverlegung zwischen Kliniken erstreckt sich über ganz Bayern.

Jeder Rettungshubschrauber ist mit einem Notarzt und einem Notfallsanitäter besetzt. Die auf den ITH eingesetzten Notärzte und Notfallsanitäter verfügen über eine spezielle intensivmedizinische Qualifikation.

Luftrettungsmittel sind wegen ihrer Schnelligkeit und ihrer Möglichkeiten für einen schonenden Patiententransport eine wertvolle Unterstützung des Landrettungsdienstes. Bei Notfällen in schwer zugänglichen Gebieten wie Bergen und Gewässern ermöglichen sie eine rasche Rettung von Verunglückten aus der Luft durch Seilwinde oder Bergetau. Dabei arbeiten die Hubschrauberbesatzungen eng mit den Einsatzkräften der Berg- und Wasserrettung zusammen. Der öffentliche Luftrettungsdienst wird im Einzelfall durch Hubschrauber der Polizeihubschrauberstaffel Bayern, der Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim und der Bundeswehr unterstützt.