Sicherheitspolitik Bayern

München, 15. Januar 2013 (stmi). Bayern ist unangefochten das sicherste Land in der Bundesrepublik.

Sicherheit im Fußballstadion
© Polizeipräsidium München, Wolfgang Baumann

Nirgendwo leben die Menschen sicherer als in Bayern. Dazu trägt nicht zuletzt auch der höchste Personalbestand bei der Bayerischen Polizei bei.

Darüber hinaus setzt Staatsminister Joachim Herrmann für seine Sicherheitspolitik in den nächsten Monaten drei Schwerpunkte: die flächendeckende Videoüberwachung im öffentlichen Personennahverkehr, die Sicherheit in den bayerischen Fußballstadien und die gebaute Verkehrssicherheit.

Videoüberwachung

Staatsminister Joachim Herrmann forderte von Verkehrsbetrieben und Kommunen, die Videoüberwachung im Öffentlichen Personennahverkehr flächendeckend auszuweiten. Die Videoüberwachung ist bei uns in Bayern schon gut, kann aber noch besser werden. Wir brauchen Videokameras an allen Bahnhöfen sowie in allen Bussen und Zügen, auf alle Fälle in unseren bayerischen Großstädten.

Sicherheit in den Fußballstadien

Jeder Vater soll mit seinen Kindern einen unbeschwerten Nachmittag im Fußballstadion verbringen können. In der abgelaufenen Saison 2011/2012 war dies allerdings nicht der Fall. Mit bundesweit 8.143 Fällen mussten in der ersten und in der zweiten Liga 180 Prozent mehr Straftaten verfolgt werden als in der Saison 2000/2001. Die Zahl der Verletzten stieg sogar um 342 Prozent auf 1.142.

Das soll sich ändern: Das Sicherheitskonzept der Deutschen Fußballliga sieht unter anderem verbesserte Zugangskontrollen, ausreichend qualifizierte Ordner und einen intensiveren Fandialog vor. Bei einem „Bayerischen Fußballgipfel“ soll gemeinsam mit den sieben bayerischen Bundesligavereinen, den Städten, den Polizeipräsidien und Fanvertretern das Sicherheitskonzept der Deutsche Fußballiga umgesetzt werden.

Gebaute Verkehrssicherheit

Darüber hinaus wird die bayerische Staatsbauverwaltung kräftig in die „gebaute Verkehrssicherheit“ investieren. Das Hauptinteresse gilt dabei dem Unfallschwerpunkt Landstraßen. Hier ereignet sich der größte Teil der schweren Verkehrsunfälle. Wir werden einzelne Strecken verbessern, Kreuzungen und Einmündungen verkehrssicher umbauen, den Seitenraum von Straßen entschärfen oder den Unterfahrschutz an Motorradstrecken verbessern.

Insgesamt sind im Rahmen des bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms 2020 „Bayern mobil – sicher ans Ziel" in den nächsten acht Jahren Investitionen von mindestens 440 Millionen Euro vorgesehen.