Ordensaushändigung in Würzburg

Würzburg, 4. September 2013 (stmi). Auf Vorschlag des Bayerischen Ministerpräsidenten hat der Bundespräsident Barbara Clobes, Edwin Döbling, Helmut Rittelmeier und Harald Schmid mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Verdienstkreuz am Bande
© Bundesregierung, Julia Fassbender

Staatssekretär Gerhard Eck hat die Auszeichnungen heute in Würzburg ausgehändigt.

Mit seinen Ordensverleihungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst. Der Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitativen Bereich.

Barbara Clobes (59) aus Ochsenfurt, Landkreis Würzburg

Ordensaushändigung am 4. September 2013: Staatssekretär Gerhard Eck händigt  das Verdienstkreuz am Bande an Barbara Clobes aus
© Regierung von Unterfranken

Barbara Clobes wirkt seit 1983 am Gymnasium Marktbreit. Sie hat unter anderem die Aktion "Gesundes Pausenbrot" ins Leben gerufen, die bis heute an der Schule durchgeführt wird. Als Lehrkraft für Sport und Geographie hat sie im Herbst 1993 die Schulzirkusgruppe "Zirkus Gymnelli" gegründet, die über die Grenzen Unterfrankens hinaus Bekanntheit erlangt hat. Die jährlichen Zirkusaufführungen mit weit mehr als 100 Akteuren locken durch das hohe Leistungsniveau regelmäßig mehrere Hundert Zuschauer an. Für Frau Clobes ist es selbstverständlich, sich hier weit über ihre Unterrichtsverpflichtung hinaus auch an Wochenenden zu engagieren. In den beiden zurückliegenden Schuljahren organisierte sie ein neues Projekt mit dem Zentrum für Körperbehinderte in Würzburg, in dem ihre Zirkusgruppen regelmäßig mit behinderten Jugendlichen zusammenarbeiten und gemeinsame Aufführungen vorbereiten. Darüber hinaus fördert Frau Clobes ein Austauschprogramm mit Schülerinnen und Schülern der Partnerschule im tschechischen Zábřeh und initiierte eine Schulpartnerschaft mit Basundol in Nepal sowie Hilfsprojekte für Menschen in der Dritten Welt. Als Pfarrgemeinderätin beziehungsweise als Vorsitzende des Pfarrgemeinderates von Tückelhausen organisiert sie Familiengottesdienste, Altennachmittage, Friedensgebete und Konzerte und erstellte einen Kirchenführer für Kinder. Wie selbstverständlich schließt sich hier die Mitarbeit in der Eine-Welt-Gruppe Ochsenfurt an, wo sie an leitender Stelle tätig ist.

Edwin Döbling (73) aus Margetshöchheim, Landkreis Würzburg

Ordensaushändigung am 4. September 2013: Staatssekretär Gerhard Eck händigt das Verdienstkreuz am Bande an Edwin Döbling aus
© Regierung von Unterfranken

Edwin Döbling ist seit mehr als 50 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Margetshöchheim und hatte dort von 1974 bis 1990 das Amt des Ersten Kommandanten inne, seit 2000 ist er Kassenrevisor. Im Landkreis Würzburg engagierte er sich von 1981 bis 2000 – zunächst als Kreisbrandmeister, dann als Kreisbrandinspektor – für den Inspektionsbereich Würzburg-West. Hier hatte er Verantwortung für 26 Feuerwehren. Seit 2002 ist er Ehrenkreisbrandinspektor. Seit 2000 setzt er sich für die Brandschutzerziehung in Kindergarten, Schule und für Senioren ein. Des Weiteren ist er bereits seit 1978 ununterbrochen im Gemeinderat Margetshöchheim, seit 1990 ist er Fraktionssprecher und stellvertretender Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes Margetshöchheim. Seit 1978 ist er ehrenamtlicher Kassenrevisor des Obst- und Gartenbauvereins Margetshöchheim. Der Kirchenverwaltung St. Johannes gehört Döbling seit 1976 an und ist seitdem ununterbrochen im Vorstand tätig, ebenso ist er seit 2000 als Beisitzer in der Vorstandschaft des örtlichen Johannesvereins aktiv. Seit April 2004 ist er zudem Jagdvorstand. Neben all den genannten ehrenamtlichen Tätigkeiten stellt er sich seit 2008 auch als Bürgerbusfahrer der Gemeinde Margetshöchheim sowie als Fahrer des katholischen und evangelischen Seniorenkreises zur Verfügung.

Helmut Rittelmeier (68) aus Nüdlingen, Landreis Bad Kissingen

Ordensaushändigung am 4. September 2013: Staatssekretär Gerhard Eck händigt das Verdienstkreuz am Bande an Helmut Rittelmeier aus
© Regierung von Unterfranken

Helmut Rittelmeier trat 1963 seinen Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr seiner Heimatgemeinde Nüdlingen an. 1982 wurde er zum Zweiten Kommandanten gewählt und übte ab 1986 für zwei Jahre das Amt des Ersten Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Nüdlingen aus. Ebenfalls 1982 wurde er zum Kreisbrandmeister ernannt. Von 1988 bis 2006 war er Kreisbrandrat des Landkreises Bad Kissingen und wurde anschließend zum Ehrenkreisbrandrat ernannt. 1993, im Jahr der Wiedergründung des Landesfeuerwehrverbands Bayern e.V., gründete er den Kreisfeuerwehrverband Landkreis Bad Kissingen e.V. als Dachorganisation der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis, dem alle 117 Feuerwehren beitraten und dessen Vorsitzender er bis 2006 war. In den 1990er Jahren initiierte er den Aufbau eines Notfallseelsorge-Teams im Landkreis Bad Kissingen mit einem Pfarrer als Kreisbrandmeister an der Spitze. Er war Mitinitiator für die Gründung eines gemeinsamen Teams 'Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen' (SbE) der Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld. Besonders am Herzen liegt ihm die Aus- und Fortbildung der Feuerwehrleute, die Förderung der Jugendarbeit, das Werben um mehr Frauen in den Feuerwehren sowie die gute Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsorganisationen. Überregionale Verantwortung trug er als Mitglied im Ausschuss des Feuerwehrbezirksverbandes. Besonders hervorzuheben sind auch Rittelmeiers Verdienste um das Bayerische Feuerwehrerholungsheim Bayerisch Gmain. 1994 wurde er zum Zweiten Vorsitzenden des Vereins Bayerisches Feuerwehrerholungsheim Bayerisch Gmain e.V. gewählt und war von 2004 bis 2010 zunächst dessen Vorsitzender und später Ehrenvorsitzender.

Harald Schmid (56) aus Rimpar, Landkreis Würzburg

Ordensaushändigung am 4. September 2013: Staatssekretär Gerhard Eck händigt das Verdienstkreuz am Bande an Harald Schmid aus
© Regierung von Unterfranken

Harald Schmid ist unter anderem ehrenamtlich tätig im Präsidium des Rad- und Kraftfahrerbundes Solidarität Deutschland 1896 e.V., als Präsident des Rad- und Kraftfahrerbundes Solidarität Bayern und seit 1980 Vorsitzender des Radsportvereins Solidarität Rimpar e.V., wo er sich bereits seit 1975 in verschiedenen Funktionen engagiert. Es gelang ihm, sportliche Großveranstaltungen im Radsport nach Rimpar zu holen. Im Rad- und Kraftfahrerbund Solidarität Deutschland 1896 e.V. (RKB Solidarität), Bezirk Unterfranken, ist er seit 1980 Mitglied des Bezirksvorstands und seit 1994 dessen Vorsitzender. Im RKB-Bundesvorstand ist Schmid seit 1985 aktiv. Von 1988 bis 1991 war er als Bundesbreitensportleiter Mitglied des Bundesvorstandes, seit 1991 ist er Mitglied des Präsidiums und als einer der Vizepräsidenten für die Finanzen zuständig. Seit 2000 steht er dem Rad- und Kraftfahrerbund Solidarität Bayern e.V. als engagierter und ideenreicher Präsident vor. Des Weiteren ist Schmid seit Anfang 2002 in mehreren Gremien des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BIBB) ehrenamtlich tätig. Er gehört jenem Unterausschuss des Hauptausschusses an, der die Berufsbildungsforschung des BIBB begleitet, bei der Aufstellung der jährlichen Forschungsprogramme mitwirkt und über die mittelfristige Forschungsplanung berät. Seit 1997 ist er beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) als Sachverständiger an der Erarbeitung von DIHK-Fortbildungsregelungen und Rahmenplänen tätig. Seit 1996 ist Schmid Mitglied im Marktgemeinderat Rimpar. Seit dieser Zeit ist er Fraktionssprecher der SPD und seit 01. April 2009 dritter Bürgermeister. Von 2004 bis 2008 war er Mitglied des Kreistages des Landkreises Würzburg und gehörte in dieser Zeit dem Bauausschuss an. Von 2005 bis 2010 war er Schriftführer im Obst- und Gartenbauverein Rimpar e.V. und ist seit 2004 zweiter Vorsitzender des Ortsvereins Rimpar der Arbeiterwohlfahrt. Von 2005 bis 2009 war er Revisor beim Stadtverband Würzburg des Malteser Hilfsdienstes. Seit März 2013 ist er Vorsitzender des Kreisverbandes Würzburg-Land der Arbeiterwohlfahrt.

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