Bayerns Bevölkerung wächst

Fürth, 17. Juni 2014 (stmi). Innenminister Joachim Herrmann stellte gemeinsam mit der Präsidentin des Bayerischen Landesamtes für Statistik die Bevölkerungsvorausberechnung für Bayern bis 2032 vor.

Ein Großvater sitzt mit seinem Einkel am Wasser.
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Die Entscheidungsträger in der Politik brauchen verlässliche Zahlen, wie sich die Bevölkerungszahl künftig entwickelt. Nur auf dieser Grundlage können sie rechtzeitig die richtigen Weichen für die Zukunft Bayerns stellen. Herrmann ging neben den Ursachen für die Bevölkerungsentwicklung auch darauf ein, welche Folgerungen aus der Bevölkerungsvorausberechnung zu ziehen sind.

Bevölkerung in Bayern steigt stärker

Das Statistische Landesamt hat daher eine regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung für Bayern bis zum Jahr 2032 erarbeitet. Sie beruht erstmals auf den Ergebnissen des Zensus 2011. Hier finden sich alle relevanten Zahlen bis zur Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte. Die Prognose zeigt: die Bevölkerungszahl Bayerns wird aufgrund der Zuwanderung stärker steigen als nach den bisherigen Vorausberechnungen zu erwarten war. Regional wird es aber große Unterschiede in der Bevölkerungsentwicklung geben. Auch die Altersstruktur in Bayern wird sich deutlich verändern.

Regionale Unterschiede

Laut Herrmann werde Oberbayern in den kommenden 20 Jahren nochmals deutlich wachsen. "Wir erwarten ein Bevölkerungsplus von 10,1 Prozent - von knapp 4,42 Millionen Einwohnern 2012 und einem Bevölkerungsanteil von 35 Prozent auf 4,9 Millionen Einwohner 2032 und einem Bevölkerungsanteil von knapp 38 Prozent." Wachstumsmotoren seien die Landeshauptstadt München und der Landkreis München mit einem Bevölkerungszuwachs von 13,4 beziehungsweise sogar 15,7 Prozent. Relativ stabil entwickeln sich in den kommenden 20 Jahren auch Mittelfranken, Schwaben und Niederbayern. Für Mittelfranken wird ein Plus von rund 32.000 Einwohnern (Plus 1,9 Prozent), für Schwaben von gut 28.000 Einwohnern (Plus 1,6 Prozent) und Niederbayern von über 13.000 Menschen (Plus 1,1 Prozent) erwartet. "Mit Wachstumsraten zwischen annähernd vier und sechs Prozent verzeichnen die Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen überdurchschnittlich hohe Einwohnergewinne, entsprechend auch die umliegenden Landkreise Erlangen-Höchstadt und Fürth", so der Innenminister. Ein leichtes Minus von 1,7 Prozent, insgesamt rund 18.000 Menschen, verzeichne die Oberpfalz - aber ungleich verteilt auf die Landkreise. Während die Stadt und der Landkreis Regensburg einen Zuwachs von fast 21.000 Einwohnern erwarten könne, nehme die Bevölkerung in den übrigen Kreisen und kreisfreien Städten um rund 39.000 Menschen ab. Mit einem Rückgang der Einwohner müsse Unterfranken in Höhe von 5,2 Prozent und Oberfranken in Höhe von 8,1 Prozent rechnen. 

Daten zum Zensus 2011

Die in Bayern zentral für ganz Deutschland betriebene Zensusdatenbank enthält mehrere 100 Millionen anonymisierte Datensätze und steht mit ihren umfangreichen Recherchemöglichkeiten allen Bürgerinnen und Bürgern kostenfrei zur Verfügung.