Bundesverdienstkreuz für Hans Kerschbaumer aus Rosenheim

München, 8. März 2017 (stmi). Staatssekretär Gerhard Eck hat das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Hans Kerschbaumer ausgehändigt.

Verdienstkreuz am Bande
© Bundesregierung, Julia Fassbender

Mit seinen Ordensverleihungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst. Der Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitaiven Bereich.

 

 

Staatssekretär Gerhard Eck hat am 8. März 2017 das Bundesverdienstkreuz an Hans Kerschbaumer ausgehändigt
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Hans Kerschaumer (71) aus Rosenheim setzt sich bereits seit vier Jahrzehnten in beeindruckender Weise als ehrenamtlicher Stadt- und Kreisbeauftragter des „Malteser Hilfsdienstes Rosenheim“ für das Wohl der Allgemeinheit ein. Die fachlichen Voraussetzungen eignete er sich bei der Bundeswehr an, wo er die Sanitäter-Grund- und Vollausbildung, die Krankenpflege-Hilfsausbildung und die Staatliche Giftprüfung absolvierte. Seine erste Ehrenamtstätigkeit begann 1967 beim Bayerischen Roten Kreuz. Im Jahr 1977 holte er den Malteser Hilfsdienst nach Rosenheim und baute diesen systematisch auf und aus. Der Initiative und dem persönlichen Engagement von Hans Kerschbaumer ist es zu verdanken, dass aus der neu gegründeten Organisation sehr bald eine tragende Säule im Krankentransport und im Rettungsdienst innerhalb des Rettungszweckverbandes Rosenheim geworden ist; Außerdem ist es sein Verdienst, dass im Malteser Hilfsdienst der Sanitätszug Bayern integriert wurde. Diese Einheit des Katastrophenschutzes ist besonders im Hinblick auf Schadensfälle größeren Ausmaßes von besonderer Bedeutung. Mit Beharrlichkeit und Unternehmergeist fand Hans Kerschbaumer für den Malteser Hilfsdienst, der zur Gründungszeit noch ein „Hinterhofdasein“ führte, im Jahr 1986 eine geeignete und dauerhafte Unterkunft, die sich bis heute zu einem leistungsfähigen Standort des Rettungsdienstes entwickelte. Das „Malteser-Haus“, das Arbeitsplätze im sozialen Bereich anbietet, geht auf seinen unermüdlichen und entschlossenen Einsatz zurück. Seit Inkrafttreten des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes 1996 hat er zusätzlich die Aufgabe eines Örtlichen Einsatzleiters für das Stadtgebiet Rosenheim übernommen. Seine hervorragenden Fachkenntnisse tragen wesentlich zur schnellen Hilfe und Rettung bei. Er pflegt einen guten Kontakt mit den führenden Politikern sowie allen Hilfsorganisationen wie BRK und THW im Landkreis Rosenheim. Dieser Einsatz kommt nicht nur dem Malteser Hilfsdienst, sondern den Belangen des Bevölkerungsschutzes insgesamt zugute. Mit bis zu 60 ehrenamtlich geleisteten Stunden pro Woche sorgt er für eine überdurchschnittliche Präsenz der Malteser in der Stadt und im Landkreis Rosenheim. Diese Bekanntheit setzt er auf perfekte Weise für Spendenkampagnen ein. So konnte beispielsweise die Anschaffung eines speziell ausgerüsteten Babynotarztwagens zum großen Teil über Spenden finanziert werden. Unermüdlich ist Hans Kerschbaumer unterwegs, motiviert Ehrenamtliche und organisiert beim Malteser Hilfsdienst in Rosenheim bereits seit 2013 auch die Versorgung der Flüchtlinge.