Inbetriebnahme des Digitalfunks in der U-Bahn Nürnberg-Fürth

Nürnberg, 6. Dezember 2019 (stmi). Ein bundesweit einheitliches und krisensicheres Funknetz für alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in Deutschland ist der leitende Gedanke des Digitalfunks BOS. Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck hat heute am Nürnberger U-Bahnhof Herrnhütte gemeinsam mit Vertretern der Städte Nürnberg und Fürth, des Polizeipräsidiums Mittelfranken, der Berufsfeuerwehr und der VAG Nürnberg den Funkbetrieb im U-Bahnnetz Nürnberg-Fürth von analog auf digital umgeschaltet.

Gerhard Eck hält vor dem Eingang einer U-Bahn-Station eine Rede
© Polizei Mittelfranken

„Die Umstellung auf den modernen Digitalfunk in allen U‑Bahn-Anlagen ist ein Meilenstein für die Sicherheit einer der wichtigsten Lebensadern hier in der Metropolregion“, sagte Eck bei der Inbetriebnahme. Vor allem in Krisen- und Katastrophenlagen muss die Kommunikation der Feuerwehren, der Rettungsdienste und der Polizei mit den Leitstellen gewährleistet bleiben. „Das moderne Digitalfunknetz steht den Einsatzkräften in der U-Bahn Nürnberg-Fürth nun auf 37 Kilometern Streckenlänge zur Verfügung“, freute sich Eck.

Die Gesamtkosten des Projekts von rund sechs Millionen Euro hat der Freistaat Bayern mit zwei Millionen Euro bezuschusst. „Das ist gut angelegtes Geld“, betonte der Staatssekretär. Denn alle, die täglich die U-Bahn-Tunnel nutzen, würden zu Recht darauf vertrauen, dass im Notfall schnell Hilfe vor Ort ist. „Ein einheitliches Funknetz ist daher nicht nur zweckmäßig, sondern kann lebensrettend sein. Insbesondere wenn Verstärkung gebraucht wird, ist es wichtig, dass alle Beteiligten im selben Netz funken“, so Eck. Bisher mussten die Einsatzkräfte im U-Bahn-Bereich noch ein zweites analoges Funkgerät mitführen. Oberirdisch sei die Versorgung mit Digitalfunk bereits größtenteils umgesetzt. „Wir brauchen aber auch im unterirdischen Bereich der U-Bahn ein System, das immer und überall einsatzbereit ist. Damit sind unsere Helfer auch bei schwierigen Einsatzszenarien gut aufgestellt und können in allen Not- und Katastrophenfällen schnell und verlässlich helfen“ so der Innenstaatssekretär.