Innenminister Joachim Herrmann (Archiv)
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Lebensfreude und Vernunft: Herrmann begrüßt Lockerungen im Sport

München, 26. Mai 2020 (stmi). Die Bayerische Staatsregierung hat heute im Sportbereich auf Vorschlag von Innen- und Sportminister Joachim Herrmann weitere Lockerungen der zur Eindämmung der Corona-Pandemie getroffenen Maßnahmen beschlossen.

Mädchen unterwasser: Heute werden die nächsten Lockerungen für den Sport verkündet!
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So können unter klaren Auflagen von Hygiene-Konzepten ab Montag, den 8. Juni, Freibäder wieder öffnen. Außerdem sind dann auch kontaktfreie Indoorsportarten wieder zulässig. Herrmann: "Das heisst, dass auch die von vielen heiß ersehnten Fitness-Studios unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln wieder aufmachen können."

Als ganz besonders wichtig bezeichnete Herrmann auch die Sportstätten für das Training von Rehabilitationssportgruppen. "Gerade bei chronisch Erkrankten oder Menschen mit Behinderungen sind diese Einrichtungen ein wahrer Segen und von essentieller Bedeutung.“

Außerdem dürfe auch der Outdoor-Trainingsbetrieb kontaktfrei für alle Sportarten wieder starten, wobei es eine generelle Obergrenze von 20 Personen pro Trainingsgruppe geben soll. Die Abstandsregeln sind einzuhalten. Für kontaktlose Sportarten im Freien wie Leichtathletik, Tennis oder Golf wird auch der Wettkampfbetrieb wieder zugelassen. Der Sportminister verwies dazu auf das sogenannte Rahmenhygienekonzept Sport, das allen als hilfreicher Leitfaden zur Umsetzung im Alltag dienen wird.

Infektionsschutzfachlich vertretbar ist nach den Worten Herrmanns auch die Wiederöffnung der Tanzschulen: "Das ist zwar nicht ganz kontaktfrei, aber wir können das Tanzen mit festem Partner, also immer dem gleichen, und entsprechendem Abstand zu den anderen ab dem 8. Juni zulassen."

Sportminister Joachim Herrmann hat dem Ministerrat außerdem einen Stufenplan vorgelegt, wie – vorbehaltlich der weiteren pandemischen Entwicklung – die Schritte zu einer weiteren Öffnung des Sports aussehen könnten: so käme in einem nächsten Schritt nach den Lockerungen zum 8. Juni die Wiederaufnahme des Lehrgangsbetriebs wie etwa die Aus- und Fortbildungen für Trainer und Übungsleiter sowie die Öffnung von Hallenbädern in Betracht. Als dritten Schritt sieht der Plan eine Zulassung des Wettkampbetriebs für kontaktlos betriebene Sportarten im Indoorbereich vor. Der vierte Baustein des Plans beinhaltet schließlich die Zulassung des Sportbetriebs für Sportarten mit Kontakt, die Durchführung von Sportveranstaltungen mit Zuschauern und weitere Lockerungen.

Die am 8. Juni anstehenden Lockerungen könne man aufgrund der aktuellen günstigen Entwicklung der Corona-Pandemie auch guten Gewissens verantworten, so der Sportminister: "Jetzt haben unsere Bürgerinnen und Bürger wieder vielfältige Möglichkeiten sich noch umfassender sportlich zu betätigen. Damit auch in Coronazeiten gilt: Bayern ist und bleibt Sportland."

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Sprach- und Integrationsförderung

Außerdem begrüßte Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann den Beschluss des Ministerrats , die Sprach- und Integrationsförderung ab 30. Mai wieder für den Präsenzbetrieb zu öffnen. "Die Möglichkeit des Spracherwerbs sowie die vielen Maßnahmen zur Integrationsförderung haben eine übergeordnete Bedeutung für das Gelingen der Integration. Insbesondere die Integrationskurse, die sich auch an EU-Zuwanderer richten, sind für die EU-Freizügigkeit zentral."

Herrmann nannte es richtig und wichtig, dass Sprachkurse für Migranten und sonstige Maßnahmen zur Integrationsförderung den berufsbezogenen Sprachkursen gleichgestellt werden, die aktuell bereits zulässig sind. Herrmann: "Für das Ankommen in unserem Land ist nicht nur die Sprache, sondern auch die Kenntnis und das Anerkennen der Grundlagen unseres gesellschaftlichen Miteinanders von zentraler Bedeutung. Deshalb habe ich mich heute im Ministerrat dafür eingesetzt, dass sowohl die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geförderten Integrationskurse als auch die vom Innenministerium geförderten Wertevermittlungs- und sonstigen Sprachangebote für anerkannte Asylbewerber, Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund wiederaufgenommen werden.“

Wertvermittlungsangebote für anerkannte Asylbewerber, Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund werden insbesondere von Trägern der Erwachsenenbildung, Wohlfahrtsverbänden sowie Familienbildungsstätten durchgeführt. Herrmann begrüßte deshalb, dass die geförderten Integrationsprojekte alle wieder mit Präsenz, und nicht nur virtuell möglich sein sollen, denn Integrationsmaßnahmen brauchen Kontakte und Beziehungen, um Vertrauen aufzubauen und Inhalte vermitteln und vorleben zu können.