Blick über die  Glas-Stahl-Überdachung des „Odeon“ auf die Münchner Innenstadt.
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Standorte und Geschichte

Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr, und darin die Oberste Baubehörde, nimmt mit einer über zwei Jahrhunderte zurückreichenden Geschichte eine herausragende Stellung in der öffentlichen Verwaltung ein. Auch heute bildet es mit vielfältigen Aufgaben das Rückgrat der bayerischen Staatsverwaltung.

Geschichte

Zum 21. November 1806 errichtete der bayerische König Max I. Joseph das "Departement des Innern" (Gründungsurkunde). Insbesondere sein erster Innenminister Maximilian Graf Montgelas legte das Fundament für einen modernen Staat und stellte frühzeitig die Weichen für einen bayerischen Verfassungsstaat, einem der ersten auf deutschem Boden.

Seit den Anfängen des Ministeriums unterstehen ihm wichtige Schlüsselbereiche wie beispielsweise die innere Sicherheit, das Wahlrecht und die Kommunalverwaltung. Mit der Gründung der Obersten Baubehörde kam im Jahr 1830 auch das Bauwesen hinzu.

Seit seiner Gründung gab es insgesamt 51 Minister und 24 Staatssekretäre (Liste der Minister und Staatssekretäre) im Bayerischen Innenministerium.

Standorte

Seit 1952 ist das historische Odeon Standort für das Innenministerium. Das Odeon galt seit seiner Eröffnung 1828 als klassizistisches Meisterwerk des Architekten Leo von Klenze und war eines der berühmtesten Konzerthäuser Europas.

Den Wiederaufbau und die Umgestaltung des im 2. Weltkrieg stark zerstörten Odeons leitete der Münchner Architekt Josef Wiedemann. Das Odeon erhielt eine originalgetreue Fassade. Der ehemalige Konzertsaal, der sich im ersten Obergeschoss befunden hatte – erkennbar an der Säulenreihe – und das Erdgeschoss wurden zusammengelegt und zum Innenhof umgestaltet.

Die Oberste Baubehörde, die in der Nachkriegszeit aus Platzgründen nicht mit in das Odeon einziehen konnte, erhielt 1969 einen Neubau gegenüber dem Haus der Kunst, am heutigen Franz-Josef-Strauß-Ring.