Landschaft bei Hochwasser aus der Luft
© brandwacht

Katastrophenschutz

Katastrophenschutz ist eine staatliche Aufgabe in der Zuständigkeit der Länder, die in Bayern von den Katastrophenschutzbehörden wahrgenommen wird.

Katastrophenschutzsystem

Katastrophenschutzbehörden sind die Kreisverwaltungsbehörden, also Landratsämter und kreisfreie Städte, die Regierungen sowie das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration. Die Katastrophenschutzbehörden arbeiten mit den im Katastrophenschutz mitwirkenden Einsatzorganisationen und den im Einzelfall betroffenen Behörden, Organisationen und sonstigen Stellen zusammen. Kern dieser Aufgabe ist es, Katastrophen abzuwehren und die dafür notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen zu treffen.

In Bayern gibt es grundsätzlich keine speziellen organisierten Katastrophenschutzeinheiten oder Katastrophenschutzeinsatzkräfte in einer festen Struktur. Über eine gesetzlich festgelegte Katastrophenhilfspflicht können die Katastrophenschutzbehörden jedoch flexibel auf das Potenzial der folgenden Stellen und Organisationen zugreifen, auch wenn diese ihren Sitz oder Standort nicht im Zuständigkeitsgebiet der betroffenen Katastrophenschutzbehörde haben:

  • Behörden und Dienststellen des Freistaates Bayern
  • Gemeinden, Landkreise und Bezirke
  • Sonstige der Aufsicht des Freistaates Bayern unterstehende Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts
  • Feuerwehren
  • Freiwillige Hilfsorganisationen
  • Verbände der freien Wohlfahrtspflege

Daneben wirkt auch die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk im Katastrophenschutz mit. Zur Katastrophenhilfe kann auch die Bundespolizei angefordert werden. Auch die Bundeswehr ist ein wichtiger Baustein im bayerischen Hilfeleistungssystem: Die zivil-militärische Zusammenarbeit ist fest im Katastrophenschutz verankert. Auch Privatpersonen können in bestimmten Fällen zur Katastrophenabwehr herangezogenen werden. Mehr zum Katastrophenschutz-System in Bayern erfahren Sie auf unserer Themenseite.

G7-Gipfel 2022 – Richtlinie zur Erstattung der Kosten für die erforderlichen Maßnahmen des vorbereitenden Katastrophenschutzes für den G7-Gipfel 2022 in Elmau

Der G7-Gipfel 2022 auf Schloss Elmau ist ein außergewöhnliches Großereignis mit hoher Gefahrgeneigtheit und besonderem Schutz- und Koordinierungsbedarf, dessen Vorbereitung und Durchführung ein konstruktives Miteinander und überobligatorisches Engagement von Behörden und Organisationen auf verschiedenen Ebenen erfordern. Die Aufwendungen für die erforderlichen Maßnahmen des vorbreitenden Katastrophenschutzes im Zusammenhang mit dem G7-Gipfel erstattet der Freistaat Bayern nach Maßgabe einer Kostenerstattungsrichtlinie (BayMBl. 2022 Nr.383).

Schutz der Bevölkerung

Immer wieder werden bei Bauvorhaben Bombenblindgänger oder Granaten gefunden, die aus dem zweiten Weltkrieg stammen. Kampfmittel sind äußerst gefährlich, daher dürfen sie lediglich von Fachleuten beseitigt werden.

Im Verteidigungsfall müssen die Menschen vor Kriegseinwirkungen geschützt werden. Die nichtmilitärischen Maßnahmen werden unter dem Begriff Zivilschutz zusammengefasst.

Bei Unwettern, Hochwasser oder Sturm ist eines besonders wichtig: die schnelle Warnung der Menschen. Nur so können größere Schäden verhindert werden.

Aktuell

  • Gruppenfoto mit den Innenministern und Innensenatoren
    © Sebastian Widmann / StMI
    02.12.2022

    Innenministerkonferenz in München: Einig gegen Straftäter unter den Klimaaktivisten

    Diskussionen über die Flüchtlings- und Asylpolitik, dringend notwendige Investitionen im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz sowie der Umgang mit Straftaten von Klimaaktivisten standen im Mittelpunkt der Innenministerkonferenz, die heute in München zu Ende gegangen ist.

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  • Fahrzeugübergabe mit Joachim Herrmann, Ralph Tiesler und Einsatzkräften
    © Sebastian Widmann
    29.10.2022

    Katastrophenschutz: Moderne Fahrzeuge für Einsatzorganisationen

    Gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Ralph Tiesler, hat Innenminister Joachim Herrmann 64 Fahrzeuge des Katastrophenschutzes an die Einsatzkräfte übergeben. Mit allein 53 Fahrzeugen und einem Volumen von mehr als 6,4 Millionen Euro finanziert der Freistaat Bayern den Löwenanteil.

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